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Nasdaq manipuliert Google Aktienkurs

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Was müssen meine entzündeten Augen am Morgen lesen. Die Google Aktie ist gestern 2 minuten vor Handelsschluss um 15 % gefallen. Das Wertpapier ist plötzlich von von 413 $ auf 341,43 $ gefallen.

Soweit so schlecht, und weil die Nasdaq vermutet das irgendetwas nicht stimmen könnte, bei den Transaktionen, hat sie mal eben entschieden diese rückgängig zu machen. Eine halbe Stunde nach Handelsschluss erklärte die Nasdaq, dass sie möglicherweise falsche Transaktionen bei Google unter die Lupe nehme. Kurz darauf strich sie als Ergebnis der Prüfung alle Trades der letzten fünf Handelsminuten über 425,29 und unter 400,52 Dollar. Den Schlusskurs setzte sie nachträglich ebenfalls auf 400,52 fest – ein Plus zum Vortag von 5,1 Prozent. [via]

Jetzt bin ich nicht der Aktien-Guru aber irgendetwas stinkt gewaltig. Da haben sich mal wieder ein paar Heuschrecken gesund gestoßen. Wieso entscheidet die Nasdaq aus dem Bauch heraus, ob Trades gültig oder ungültig sind? Welches Vermögen wollte man schützen? Was nützt der Börsenhandel, wenn sowieso nicht auf den Willen des Marktes gehört wird?

Wenn es einen in den Kram passte redet man von der Freiheit des Marktes, und wenn der Markt frei und ungünstig für eine gewisse Schicht entscheidet, soll der Staat, oder wie hier im Fall, eine Institution eingreifen und nachregulieren. So funktioniert das nicht! Wer A sagt, muss auch B sagen. Es sind diese Vorfälle, wenn sie sich häufen, die den kleinen Mann bewegen, auf die Straße zu gehen.

Gestern abend war eine interessante Diskussion bei Menschen bei Maischberger. Da waren Kaptalisten, Linke wie konservative Politiker an einem Tisch und führten eine abgehobene Diskussion, mit der Quintessenz, dass wir alles zahlen müssen für irgendwelche Managerverfehlungen. Ehrlich gesagt bekomme ich bei sowas das kotzen.

Selbstverständlich wird hingenommen, dass wir zahlen und unsere Kanzlerin wird gefeiert dafür, dass sie so entschieden hat. Es findet keine Empörung bei den Politikern statt, einzig der Mann von der „Linkspartei“ hat versucht etwas dagegen zu äußern. Er wurde verlacht als Populist!!!

Ich finde dieses „Populisten-Argument“ in einer Demokratie sowieso fehl am Platze. Demokraten hören eben auf den Willen der Mehrheit, und was eben dann auch populär ist. Alles andere ist nicht demokratisch sondern korrupt.

Nun soll hier nicht der falsche Eindruck entstehen, ich bin weder außerodentlich links noch rechts eingestellt. Ich mache mir eben nur meine eigene Gedanken und kann so einiges, was unsere lieben Herren Politiker verzapfen nicht verstehen. Wenn es in einer Demokratie unschick ist auf die Meinung der Mehrheit der Menschen zu hören, ist sie nur noch ein Kasperletheater.

Jetzt bin ich wieder vom Thema abgekommen, sorry. Das musste ich einfach mal loswerden.

9 Kommentare

  1. Kevin
    1. Oktober 2008 um 12:06 — Antworten

    Politisch offene Diskussion im Internet, ganz heikles Thema. Gut das wir noch keine Zustände wie in China u.a. Staaten haben.

    Nun glaubst Du doch nicht ernsthaft, das wir in einer Demokratie leben, oder?!
    Mittlerweile dürfte doch auch dem letzten aufgefallen sein, das das Treiben der Herrschenden nur sehr geringe Schnittmengen mit dem aufweist, was das „Volk“ will und braucht…
    Die Dösbaddel von der Linkspartei sind genauso Populisten wie die Politiker anderer Coleur, nur das die eben eine andere Wähler-Zielgruppe haben und deswegen anderen Unsinn von sich geben als die anderen Jecken (ja klar, ab und zu haben die auch alle mal recht, nur vom schön daher diskutieren wird auch nichts besser).

    Und die Vorgänge an der Börse, wie Du sie schilderst, sind zwar einerseits ungeheuerlich, andererseits riecht sowas auch ganz stark nach gesetzlich verbotenem Insiderhandel. Wenn „jemand“ dermaßen viele Aktien besitzt und deren Verkauf bewirkt, das die Aktie dermaßen einknickt, dann ist aber mit Sicherheit irgendwas nicht ganz koscher.
    Ich mein, die Aktie hat ja nicht um 10-20$ nachgegeben, sondern um rasante 70$, da werden sich sicher heute auch einige Personen über die Regulierung der Nasdaq gefreut haben 😉

  2. 1. Oktober 2008 um 12:16 — Antworten

    Ich mag das wort Populisten einfach nicht. Beschreibt es doch eine Person oder Gruppe, die auf das Volk hören. Leute, die das machen wollen, was da Volk mächte.
    Die Verwendung dieses Begriffs in einem negativen Zusammenhang, liegt den Schluss nahe, das das Volk eh nichts zu melden haben und dumm ist.

    Ich glaube an einer wahrhaften Demokratie in der jeder entscheiden kann und jede Meinung gleichwertig ist. Wir leben im moment in einer Technokratie in der die Meinung des Einzelnen nichts zählt. Die Wahlen in Deutschland zeigen deutlich, dass die Leute einen Wechsel wollen. Sie merken, dass sie nicht mehr ihr Schicksal beeinflussen können nur durch eine Stimme auf einem Wahlzettel.

    Deswegen gehen auch nicht mehr so viele hin zur Wahl. Wenn dann noch das ökonomische wegbricht, haben wir die nächste Revolution am Hals.

  3. Stephan Dörner
    1. Oktober 2008 um 14:07 — Antworten

    Nasdaq setzt Google-Aktienkurs mehr oder weniger willkürlich fest? http://tinyurl.com/4dydec

  4. Kevin
    1. Oktober 2008 um 14:25 — Antworten

    Ehrlich? Ich glaub nicht an eine „wahre“ Demokratie, fände ich auch ehrlich gesagt recht grauslig die Vorstellung, wenn jedermanns Meinung gleich viel wert wäre.

    „… liegt den Schluss nahe, das das Volk eh nichts zu melden haben und dumm ist.“
    Na ganz so abwegig finde ich weder das eine, noch das andere;)

    Revolution?! Bei dem deutschen Volk? Erstmal wird der Strom der Auswanderer zunehmen. Eine Flucht derer, die es sich leisten können, ist doch in unserer globalisierten Welt weit einfacher & bequemer. Das das dann nur weitere Probleme nach sich zieht, sei mal dahingestellt.

  5. Baynado
    1. Oktober 2008 um 14:49 — Antworten

    Na so habe ich das noch nicht gesehn, Kevin. Auswandern könnte echt einfacher sein für Leute mit Verstand und Geld.

  6. 2. Oktober 2008 um 08:24 — Antworten

    Ein Brüller zum morgen…

    Was ist wenn es sich bei dieser einen Verschiebung tatsächlich um einen System-Fehler gehandelt hat? Oder die Nasdaq Grund zur Annahme hat das, wie Kevin schon schrieb, Insider- oder Leer-Verkäufe oder ähnliches nach Börsenrecht verbotenes im Spiel ist? Das die sowas nicht direkt offen legen ist das einzig logische, denn wenn es sich um z.B. um Insiderhandel gedreht hat, dann hat der Insider ja irgendeinen Anlass gehabt – und es ist nicht die Aufgabe der Börsenaufsicht diesen kund zu tun.

    Aber von der Debatte total abgesehen, Börsenaufsichten greifen schon lange ein wenn eine Aktie bzw. ein Index sich zu abrupt verschiebt. Der Extrem-Fall ist das Börsen sogar komplett schließen. So viel zur Theorie.

    @Kevin: Erst davon reden das wir ja ach sowas von keine Demokratie in Deutschland haben und dann in der nächsten Antwort sich als Feind der Demokratie outen – nicht schlecht.
    Deutschland mag weit von einer perfekten Demokratie entfernt sein, aber das heißt noch lange nicht das wir in einem undemokratischen Land leben.

    Und wegen dem Begriff Populist… hätte Genscher in Prag den Leuten erzählt Sie würden alle per Privatjet zurückgeflogen und bekämen in der BRD eine goldene Türklinke in die Hand gedrückt, dann wär Genscher ein Populist. Weil er dem Volk (bzw. den Ausreisewilligen in diesem Fall) Sachen versprochen hätte die schlicht nicht erfüllbar sind. Genau wie die Rufe nach Zwangs-Verstaatlichung von Unternehmen wie sie von einigen „Linken“ kommen – dies ist nämlich nach unserem Grundgesetz schlicht und einfach nicht möglich. Auf den Punkt gebracht, Populisten sind Leute die der Bevölkerung nahezu bzw. komplett unerfüllbare Sachen versprechen und damit begehren wecken.

    Just my 2 cents

  7. Baynado
    2. Oktober 2008 um 10:55 — Antworten

    Danke für Deinen sehr ausführlichen Kommentar Frei-Gen´er.
    Mir ist schon klar was die Definition von Populist ist und es ist gut, dass Du hier nochmal definiert hast.

    Es ist doch so, der normale Bürger macht sich über solche Definitionen keine Gedanken. Er merkt nur, dass diese „Populisten“,das sagen, was viele eben Denken.

    Die „gewöhnlichen“ Politiker führen dann ihr arrogantes „Populisten-Argument“an, welches ein großteil der Leute nicht versteht. Es wirkt eben hochnäsig und elitär, wenn man vermeindliche „Volkstribune“ als Populisten beschimft werden. So einfach darf man es sich nicht machen.

  8. 6. Oktober 2008 um 13:30 — Antworten

    Bitte Bitte, ich versuch mich ja immer kurz zu fassen… aber was soll man machen, Labertasche bleibt Labertasche 😉

    Grad noch eine schöne Meldung in dem Zusammen gefunden. Siehe http://www.internetworld.de/Nachrichten/Unternehmen/Verzoegerung-fuer-Werbedeal-von-Yahoo-und-Google.

    Nun ist der mysteriöse Kurssturz zwar schon 4 Tage her, aber eigentlich liegt auch nur ein wirklicher Werktag dazwischen. Vielleicht hat ja irgendein größerer Google Aktionär vorzeitig einen gezwitschert bekommen. Aber das ist (nur um das dazu zu sagen) reine Spekulation. 🙂

  9. 6. Oktober 2008 um 14:30 — Antworten

    Mmh, wenn an deine beahuptung etwas dran ist, wäre das einriesen Skandal. Insiderhandel ist illegal.

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