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Wie Google Duplex uns alle verblüfft

Google I/O 2018 Keynote

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Bei der Google I/O 2018 Keynote hat uns der Technologiekonzern uns alle mit seinen neuen Dienst Google Duplex verblüfft. Der Google Assistant soll nämlich damit in der Lage sein Termine für seien Nutzer im Hintergrund per Telefon zu vereinbaren.

Bei den Smarthome Assistenten bin ich eher der Amazon Alexa Fan., aber das was uns Google letztens gezeigt hat, dass hat selbst mich zu tiefst beeindruckt.  Vorher habe ich mich immer gefragt, wie wohl eine Suchmaschine in einer Sprachsuchgetriebenen Welt noch monetarisieren kann. Schließlich klickt ja dann keiner mehr auf die Werbelinks und Werbebanner. JA, vor dieser Demo, habe ich schon befürchtet, dass Google in 10 Jahen nicht mehr geben könnte, weil die eben keine Werbeeinnahmen mehr haben. Nun sind jedoch alle Bedenken bei mir weggefegt!

Und was macht Amazon mit seiner Alexa?

Wenn ich darüber länger nachdenke, ist so ein Assistent für ein spezielles Thema, eigentlich gar nicht mal so kompliziert zu erstellen. Man bräuchte eben nur genügenden Gesprächsverläufe, die man in der Logik hinterlegt. Auch diese „Ehs“, „Uhmm“ und stilistischen pausen, kann ich als Alexa Entwickler nachbauen.

Aktuell arbeite ich sogar an einen Skill für Smalltalk Gespräche für Amazon Alexa.  Leider verbieten mir gewisse Entwicklungsrichtlinien so einen Skill voll auszureizen. Ich will hier jetzt nicht allzu sehr ins Detail gehen, nur so viel. Ich werde als Skillentwickler dazu angehalten, den Nutzer immer im Dialog zu führen. Der Skill muss also immer irgendwas nachfragen, wenn Alexa weiter zuhören soll.

Ich hoffe, dass Amazon noch dieses Jahr seinen Echo Connect in Deutschland auf den Markt bringt. Dan wären prinzipiell auch Skills für die Telefonie möglich.

Googles virtuelle Servicekräfte für Unternehmen

Ich vermute, dass Google wohl die größte Leiharbeiterfirma für virtuelle Servicekräfte werden wird. Diese Terminvereinbarung für Google Assistant Nutzer ist im Prinzip nur ein Gimmick für die Privatnutzer. Richtig viel Geld könnte der Konzern damit verdienen, in dem es seine Technologie, Unternehmen anbietet. Man stelle sich mal vor, wenn O2, Telekom, Vodafone oder andere Dienstleister künftig ihre Call-Center einstampfen und durch die Google Duplex Technologie ersetzen!

Auch Outboundkampagnen wären denkbar! Mir schaudert es gerade, wenn ich an die künftigen Nervanrufe am Telefon denke. Der Beruf Servicekraft für Dialogmarketing wird wohl dem nächst aussterben.

Kampf der Bots

Sollte sich so eine Zukunft tatsächlich abzeichnen, wird es nicht lange dauern und es werden Anti-Chatbots  Programme entwickelt werden. Irgendwie ist es ulkig, wenn ich darüber nachdenke, wenn Bot untereinander alles für uns „auskaspern“ werden. Die Partei, die die meisten Ressourcen in seien Bot investiert, wird dann bei Verhandlungen „gewinnen“. Im Zweifel dürfte Google wohl in jedem Fall immer der lachende Dritte sein.  Denn sie werden die Google Duplex Technologie wohl an den meistbietenden vermieten.

VDAs und Verbraucherschutz

Auch juristisch dürfte der Einsatz von VDAs (Virtuellen Digitalen Assistenten)  ein hochspannendes Feld werden, wenn es um Vertragsabschlüsse geht.

Ein Beispiel:

ich beauftrage meinen VDA  damit mir ein neues Samsung Galaxy S 12 zu besorgen und einen günstigen Tarif dazu auszuwählen. Der VDA holt sich die Angebote ein und besorgt mir so ein Smartphone und schließt in meinen Namen einen Vertrag mit einen Anbieter ab. Wie kann ich als Verbraucher nun wirklich transparent nachvollziehen, ob das Angebot auch wirklich in meinem Sinne ist?