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Google-Street-View soll nun auch in München verboten werden

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Und die Verbotsdebatte nimmt kein Ende. Jetzt haben sich auch die münchner Grünen für ein Verbot der Aufnahmen für Google Street View in München ausgesprochen. Erst im September diesen Jahres gab es schon ein Aufschrei in den Medien, als sich ein kleines Dorf in Schlieswig-Holstein gegen die Aufnahmen mit Erfolg gewehrt hat.

Begründen tun sie ihren Vorstoß damit, dass die Erhebung personenbezogener Daten nach Ansicht des Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein, nach dem Bundesdatenschutzgesetz und dem Kunsturhebergesetz rechtswidrig sei. Dieses Internetangebot von Google mit Panoramabildern vermittle einen optischen Gesamteindruck von Straßenzügen. Außerdem erlaube die ebenfalls erkennbare Gestaltung von Haus, Wohnung und Garten Rückschlüsse auf die Ausstattung und den wirtschaftlichen Wert und stelle für Diebe eine gute Informationsmöglichkeit dar. Mitunter seien auch Personen auf den Bildern erkennbar, weil sie nicht unkenntlich gemacht wurden. Eine Veröffentlichung von persönlichen Bildnissen ohne Einwilligung der Abgebildeten widerspreche aber dem Kunsturhebergesetz.

Die deutsche Öffentlichkeit scheint immer googlefeindlicher zu werden. Das belegt auch das Hamburger Urteil über die Google Bildersuche , mit dem eine vernünftige Bildersuche unmöglich gemacht wird. Auch die leser dieses Blogs sind da geteilter Meinung. Die einen verstehen den Protest nicht, die anderen sehen sich als Verfechter der Privatsphäre.

Ich für meinen Teil, bin dem Google Street View Produkt eher aufgeschlossen. Ich habe keine Angst vor intime Einblicke. Auch das Argument, Diebe könnten diesen Dienst nutze, um ihre Raubzüge zu planen, halte ich für übertrieben. So aktuell sind die Bilder auch wieder nicht, um einen Einbruch zu planen. Auch das Ausspähen, ob es sich überhaupt lohnt könnte man mit dem aktuellen Dienst auch, wenn nicht sogar besser, da man in Google Maps einen perfekten Lageplan schon jetzt hat.

So weit ich weiß, werden die Abbildungen von Personen anonymisiert, also auch das, kann nicht wirklich der Grund sein. Unsere Politiker beweisen wieder einmal ihre mangelhafte Sachkenntnis durch solche unausgegorenen Forderungen.

5 Kommentare

  1. berliner
    12. November 2008 um 11:17 — Antworten

    ich dachte, das feature wär für ganz deutschland nicht verfügbar? lässt sich zumindest nicht in der ansicht auf google maps wechseln so wie über amerikanischem gebiet

  2. 12. November 2008 um 11:25 — Antworten

    Das soll ja erst noch kommen. Google erstelt gerade die Ansichten für Deutschland. Deswegen regen sich unsere Politiker ja auf. Die wollen Google Street View verhindern.

  3. Kirsten
    12. November 2008 um 12:00 — Antworten

    Man kann es auch mit etwas mehr Humor nehmen, so wie die Bewohner und Nachbarn des Samsonia Ways in Pittsburgh, Pennsylvania. Diese haben der Panoramakamera eine tolle Parade geboten.
    http://www.nuroa.es/blog/berlin

  4. 12. November 2008 um 15:10 — Antworten

    ich find dies ebenfalls einen Eingriff in meine Privatsphäre und darüber hinaus macht da jemand mit mir einfach Geld – ohne mich zu fragen, noch immer gibt es das Recht auf das eigne Bild, ich glaub all diesen *man sieht nichts* Gerüchten einfach nicht mehr,

    dort der Bundestrojaner der einem überwacht, da Google, bald werden dann die Street View Daten von den *Totalpolizei und überwachungsstaat*haben wollenden herangezogen

    Google dealt mit China gegen Menschenrechtsorganisationen — und denen sollt ich vertrauen mit meiner Privatsphäre gut umzugehen?

    für die Neugierde der Leutz zählt Privatheit eines andren offenbar nicht mehr..
    schade
    lg

  5. Blog Berlin
    23. März 2011 um 17:53 — Antworten

    Es ist schon befremdlich still geworden um Wikileaks und Julian Assange. Könnte natürlich auch sein, dass da im Background einge Deals abgelaufen sind. Finanzielle Mittel, Straffreiheit bei der Vergewaltigungsgeschichte, einen gewissen Status, wie ihn nur Staaten verleihen können, wer weiss? Immerhin fällt auf, dass nach dem anfänglichen weltweiten Hype, der seinesgleichen suchte, nunmehr gegen Null tendiert. Grüße aus Berlin

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