Home » Netzphänomene » Wikileaks in der Echtzeitsuche von Google

Wikileaks in der Echtzeitsuche von Google

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertung)
Loading...

Seit dem Wikileaks immer mehr Druck auf US-amerikanische Webunternehmen macht ist Wikileaks in aller Munde. Zuerst knickten Mastercard, Visa und Paypal ein. Die Netzgemeinde schrie auf und rief zu Massen-DDosS-Attacken auf. Aber irgendwie ist es doch schon doppelmoralisch, denn der beliebte Status-Update-Dienst Twitter, bekommt so gut wie gar nicht den Zorn der Netzgemeinde zu spüren. Dieser zensiert offensichtlich das Trending Topic „Wikileaks“. Vielleicht hat es sich noch nicht rumgesprochen, wo doch diese Zensur so offensichtlich ist. Nur wenn man im Twitte rdanach sucht oder eben KOntakten folgt, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, bekommt man dort etwas davon mit. In den offiziellen Twitter Trending Topics sollen angeblich folgende Themen total „in“ sein:

  • #shortyinthetubgot
  • #faq
  • Finding Nemo
  • Feller
  • Flipboard
  • Ainsworth
  • Pootie Tang
  • #insecondaryschool
  • NOH8

Es ist offensichtlich das Twitter die wahren „Trending Topics“ nicht anzeigt. Die Bestätigung hierfür bekommt man, wenn man sich die Echtzeitsuche von Google zum Thema Wikileaks anschaut. Dort könnt ihr oben rechts einen Tweet Häufigkeits Grafik sehen und dies in der Zeit skalieren. Ich habe sie bei mir mal auf Monatsbasis eingestellt.
Wikileaks in der Google Echtzeitsuche
Bild: Wikileaks in der Google Echtzeitsuche

Ich finde es gut, das Google hier nicht einknickt und es den Usern ermöglicht das Tatsächliche Ausmaß der Wikileaks Tweets zu recherchieren. Das spricht eindeutig für die Echtzeitsuche. Schade ist, dass die Twitter Suche sowas nicht anbietet. Vielleicht sollte man sich sogar nach Twitter Alternativen umschauen, den fade ist dieser Zensur Beigeschmack schon. Spontan fällt mir hierzu http://identi.ca/ ein.

3 Kommentare

  1. 16. Dezember 2010 um 21:21 — Antworten

    Es hat sich sehr wohl herumgesprochen. Herumgesprochen hat sich jedoch auch die diesbezügliche Antwort von Twitter, dass der Begriff nicht zensiert wird, sondern lediglich deswegen nicht in den TrendingTopics auftaucht, da es bei diesen Topics nicht nur um die reine Masse an Hashtags geht, sondern noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, die von einem Algorithmus beachtet werden, der nach diesen Faktoren das Ranking erstellt:

    http://mashable.com/2010/12/06/wikileaks-twitter-censorship/

    Nach welchen Faktoren genau Twitter dies berechnet, wurde bislang nicht offen gelegt, da man Sorge hat, dass ansonsten SEOs dies entsprechend ausnutzen, um mit „ihren“ Begriffen ganz gezielt in den Topics zu landen. Dies ist nicht ungewöhnlich – auch Google erzählt seit jeher nicht, wie genau der Algorithmus funktioniert, nach denen Seiten in den Suchergebnissen angezeigt werden.

    Tatsächlich scheinen jedoch Tests, die gemacht wurden, um die Aussagen von Twitter zu überprüfen, dahin zu tendieren, dass Twitters Aussagen der Wahrheit entsprechen.

    • 17. Dezember 2010 um 08:49 — Antworten

      Das ist eine Erklärung, die man zwar nachvollziehen kann, trotzdem riecht sie ein wenig im Context der Nachrichten rundum Wikileaks.

  2. Fred
    25. Januar 2011 um 12:59 — Antworten

    Mir kommt das ganze auch nicht wirkich sauber vor. Allerdings glaube ich nicht, dass sich Alternativen zu twitter wirklich durchsetzen können. Dafür ist auch diese Erfindung schon zu groß.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.