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Ein Schreckgespenst geht um in der Welt – Wikileaks

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Die ganze Welt schreibt und streitet für oder gegen Wikileaks. Nun möchte ich auch noch meinen Senf dazu beitragen.

Bild: Wikileaks – Synonym für Presefreiheit

Ich empfinde es empörend, wie unsere ach so freie Welt auf die Wikileaks Veröffentlichungen reagiert. Nun zeigen sie ihr wahres Gesicht. Echte Demokraten in den Regierungen dieser Welt, die zum Wohle des Volkes regieren, sollten die Öffentlichkeit nicht scheuen. Die Geschichte lehrt uns, dass Geheimdiplomatie in einen Weltkrieg münden.

Wir die einfachen Leute sollten dankbar sein, dass Wikileaks uns die Augen öffnet. Es wird langsam Zeit die Dinge auf diesen Planeten im Sinne aller Menschen zu regeln und nicht im Sinne einiger wenige. Dazu gehört eben auch eine freie und vor allem aufgeklärte Öffentlichkeit. Wikileaks zeigt nun auch dem Letzten Internetverweigerer das revolutionäre Potenzial des Internets auf. Es wird meiner Meinung nach unweigerlich zu größeren Veränderungen in unseren Gesellschaften kommen müssen. Das war bisher immer so, wenn eine neue Kommunikationstechnologie erfunden wurde. Man bedenke nur allein welchen revolutionären Sturm die Erfindung des Buchdrucks nachgezogen hat. Das wird beim Internet nicht anders sein.

Aber nicht nur Regierungen scheuen die Öffentlichkeit, besonders kommerzielle Unternehmen tun sich nicht gerade als Heilsbringer der Transparenz hervor. So hat heute Twitter und Facebook den Account von Anonops gelöscht. Visa und Mastercard weigern sich Spenden an Wikileaks weiterzuleiten und haben die Konton von Wikileaks eingefroren. Die USA lassen hier ihre Muskeln spielen. Eine gute Nachricht ist, dass wohl spenden über Paypal wieder möglich sein soll.

Meine Damen und Herren, wir erleben den ersten richtigen Cyberweltkrieg!

Einen ersten Sieg haben also die Wikileaks Streitkräfte im Kampf um die Informationsfreiheit gewonnen, indem nun Paypal dem Druck klein bei gibt.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis dieser Konflikt weiter eskalieren wird. Diesen Konflikt kann man nicht gewinnen, nicht, wenn man das Internet weiter betreiben möchte. Das zeigen doch schon allein die Wikileaks Mirrors die überall im Internet wie Pilze aus dem Erdboden wachsen. Die Büchse der Pandorra ist geöffnet.

2 Kommentare

  1. sendrix
    10. Dezember 2010 um 15:31 — Antworten

    Ehrlich gesagt, bin ich ein bisschen erstaunt darüber, dass sowas erst jetzt rauskommt. Immerhin gibt es das Internet – so wie es jetzt ist – schon seit 20 Jahren. Da hätte auch schon eher mal einer drauf kommen können und irgendwas Geheimes finden.

    Was mir noch zu denken gibt, wenn „irgendjemand“ solche „Geheimnisse“ herausfindet und diese veröffentlicht, wäre dann nicht ein guter Detektiv auch daran gekommen? So wichtig können diese Dokumente nicht gewesen sein, dachte ich mir. Selber war ich nicht so schnell, diese Seite zu besuchen, bevor sie gesperrt wurde. Aber mir wurde berichtet, dass die Artikel dort auch nur „Mumpitz“ wären, und nichts wahnsinnig weltbewegendes dabei war. Den Gegnern geht es aber nunmal ums Prinzip und ich gehöre persönlich auch zu der Hälfte, die es bevorzugen, die ganze Wahrheit zu kennen.

    Abschließend möchte ich zu Visa und Co noch sagen, dass es zwar empörend ist, dass sie die Konten einfrieren, aber die Banken sind eben gesetzlich dazu verpflichtet, in solch einem Fall so zu reagieren, wie sie es tun. Und ich finde es unfair, ihnen die Schuld dafür zu geben und DDoS-Angriffe zu starten. Die können eben nicht anders.

    Ob jetzt ein Weltkrieg losgeht, kann ich gar nicht einschätzen. Ich halte es für möglich und ja, ein Cyberweltkrieg ist es jetzt schon. Und ich halte es auch für eine gute Grundlage für einen Weltkrieg. Aber beachtet man die Tatsache, dass die Dokumente keine überdemensionaler Wichtigkeit waren, halte ich das für Unwahrscheinlich.

  2. 10. Dezember 2010 um 22:24 — Antworten

    „Selber war ich nicht so schnell, diese Seite zu besuchen, bevor sie gesperrt wurde. Aber mir wurde berichtet, dass die Artikel dort auch nur Mumpitz“.

    Mit Verlaub aber das was Du hier schreibst ist Mumpitz. Wer sagt denn das Wikileaks vom Netz ist? Gib es doch nur mal in Google ein.

    Und es geht doch nicht dabei um die Wichtigkeit der Dokumente. Der Inhalt der Depeschen mag für uns Westler eher amüsant sein, aber es ist doch der Beweis für die USA, dass Wikileaks Zugang zu Geheimen Material hat und das gilt es zu unterdrücken.

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