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Google-Street-View soll verboten werden

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Die Erweiterung für Google Maps, Google Street-View, soll von der 5000 Seelen Gemeinde Molfsee verboten werden.  Ein wenig wirkt es wie aus einem  Asterix Comic. Die Ganze Welt soll online kartographiert werden. Die ganze Welt? Nein, ein kleines aufmüpfiges Dorf am nördlichen Ziepfel Germaniens leistet widerstand. 😀

Aber fangen wir von vorne an. Die Suchmaschine Google erweitert ihren Kartendienst Google Maps mit echten Bildern von den einzelnen Strassen. Die Erweiterung nennt sich Google Street View. Ganz unumstritten war die Erweiterung auch nicht in den USA. Datenschützer schlugen sogar hier Alarm, wiel zu viele peinliche Details von normalen Bürgern festgehalten wurden und online verfügbar waren. Dabei fürchten sie selber fotografiert zu werden, aus angst vor Rache.

Sogar Larry Page, einer der Google Gründer wurde schon von Bürgerrechtlern verraten. Die Gruppe wollte mal den Spieß umdrehen und ihn selber im Internet präsentieren.

Die Suchmaschine gelobte Besserung und will nun sämtliche Personen automatisch unkenntlich machen. Trotz dieser Versprechen möchte die Gemeinde nicht Fotografiert werden. Das Fotografieren von ganzen Strassenzügen ist zwa rnicht illegal, die Gemeinde möchte allerdings trozdem die Aufnahmen verhindern mit einem Trick.

Denn Google möchte die Aufnahmen zu kommerziellen Zwecken nutzen, dies bedarf einer Sondergenehmigung. Diesen Antrag möchte jedoch die Gemeinde Ablehnen. Vielleicht möchte sich die Gemeinde aber auch nur mit den Gebühren für die Erlaubnis gesund stoßen? Wer weiss das schon?

Ich für meinen Teil frage mich, warum man überhaupt so ein kleines unbedeutendes Kaff in Google Street View aufnehmen will? Das ganze birgt natürlich mehr Zündstoff für Google, als man zunächst denkt. Denn wenn Molfsee damit durchkommt, könnten andere und größere Gemeinden, oder Städte folgen.

Das ganze scheint auch wirklich größere Kreise zu ziehen, die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm möchte das Thema auch in den Bundestag einbringen, schreibt die RP-Online. Fakt ist, dass vorher noch kein anderes Google Produkt gibt, das auf so viel Widerstand bei den Menschen gestoŸen ist.

Die Idee von Google Street View ansich finde ich genial und höchst ehrgeizig. Wenn da nur nicht diese privaten Details wären, die bei den Aufnahmen entstehen. Problematisch ist auch, dass so viele Bilder entstehen, die es dem einzelnen kaum möglich macht, nachzuvollziehen, ob seine privatsphäre verletzt wurde, oder nicht.

Meistens wird sowas immer erst von anderen Entdeckt und dann ist es zu spät. Solange die Bilder nicht gut genug anonymisiert werden, ist es äußerst problematisch.

Video: Google Street View

Hier ein offizieles Promovideo von Google. Hier stehen die Vorteile der realtiv neuen Dienstes in dem Vordergrund.

[youtube 91wuBqlny50]

Das Google Street View Car im Einsatz

Hier könnt ihr ein Google Street View Car im Einsatz auf einem Highway sehen. Was wohl der Google Mitarbeiter gedacht hat?

[youtube _ZwC5_qaVds]

Warum Google Street View umstritten ist

In diesen Videos werden ein paar peinliche Bilder von Menschen gezeigt, die in Google Street Views zu sehen waren, ob diese Bilder immer noch drin sind weiss ich leider nicht.

[youtube 31pcoJC_YO0] [youtube L64RnmjvPac]

Nachtrag: Auch die SPD Fraktion im Kieler Landtag begrüßt das Vorgehen der Gemeinde Molfsee. Zitat: „…tatsächliche Abbildung von Objekten und Personen greife in die Persönlichkeitsrechte ein und öffne dem Missbrauch Tür und Tor.“ [Welt]

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11 Kommentare

  1. Blu-ray Filme
    29. September 2008 um 11:24 — Antworten

    Also ich denke nicht, dass man es verbieten sollte. Ich verstehe nicht das Gerangel. Wo ist denn bitte der Unterschied, ob ich nun persönlich mit einem Auto durch die Straße fahre und mir alles anschaue oder per Street View ?

    Wenn ich persönlich durch die Straße fahre, dann springt mich auch keiner an, dass ich hier nicht langfahren soll und bitte nicht in den Garten schauen soll. Ich finde das wird hier einfach nur aufgebauscht das Thema.

    Letztendlich ist es doch ein toller Dienst, der einen echten Mehrwert bietet.

    Gruß Ben

  2. Warteschlange
    29. September 2008 um 12:10 — Antworten

    Ich finde es auch übertrieben. Obwohl mir Googles Politik schon lange nicht mehr gefällt. Aber wenn wirklich alle Gesichter zensiert sind macht es doch nichts. Wer interessiert sich denn schon für so ein kleines Dorf? Viele Leute gucken es sich doch eh nicht an, da sind die großen Städte viel interessanter.

    Ãœbrigens: Dein Blog gefällt mir sehr gut, ist seit ca. 2 Wochen in meinem Feedreader drin. 🙂

  3. 29. September 2008 um 13:13 — Antworten

    Hey Leute tut mir einen Gefallen und vermeidet Keywords im Namenfeld. Ich würde ungern den Blog wieder generell auf nofollow umstellen.

  4. Bernd
    29. September 2008 um 20:47 — Antworten

    Na ja – so ganz unverständlich find ich das nicht. Ich finde dass doch Grenzen der Privatsphäre damit überschritten werden.
    Zu BlusRay Filme kann ich nur sagen: Jeder kann mich beim Baden in Badehose sehen wenn er will (wnn ich Pech habe auch mal nackt) dennoch möcht ich derartige Bilder nicht im Internet sehen. Also so ganz einfach ist die gesamte Diskussion nicht und ich fürcht dass da noch einiges an „Unerwünschtem“ im Internet findbar sein wird bis hin zu generellen Ãœberlegungen manches halt doch gesetzlich verbieten zu müssen.

  5. 30. September 2008 um 09:43 — Antworten

    Ich denke wir stehen hier wieder einmal vor einem typisch deutschen Problem:

    — USA: Geile Sache, lasst uns sehen wie wir damit Geld verdienen können.

    — Deutschland: Lasst uns sehen, was daran illegal sein könnte.

    Nur so ein Gedanke. 😉

  6. Stumm von Bordwehr
    1. Oktober 2008 um 14:48 — Antworten

    Eigentlich wundert mich das Echo in diesen Kommentaren nicht. Viele Rabattkartenbesitzer, Internet-Exhibitionisten et alii haben jegliches Gefühl für Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung verloren. Sich über jene zu mokieren, die dafür noch ein Gespür besitzen, erscheint mir unangebracht. Mit Zustimmung rechne ich in diesem Kreis nicht, doch scheint es mir angebracht derlei noch einmal in Erinnerung zu rufen.

    Mit antiquierten Grüßen

  7. Martin-Guardini
    24. Mai 2009 um 12:42 — Antworten

    Streng Geheim ist Vergangenheit.
    Ein schweizerischer Buerger berichtet: >Vor Jahren hatte ich den Auftrag Firmen und Objekte in Europa auszuspaehen. Oft war ich monatelang in gefaehrlicher Mission unterwegs.
    Dank Google mach ich das nun von meinem Sofa aus.

  8. blu ray
    28. September 2009 um 21:52 — Antworten

    leider hat es nicht geklappt.
    Ich bin vor 2 Wochen vom Google Auto gefilmt wurden.#
    Werde jetzt einen Antrag bei google stellen, dass sie das nicht veröffentlichen

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