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Referrer Spam bekämpfen

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Referrer Spam bekämpfen

Seit kurzem bekomme ich immer wieder Referrer Spam Attacken aus Russland und der Ukraine. Ich habe mir das eine Zeit lang angeschaut und letztendlich sämtliche Anfragen aus der Russischen Federation und der Ukraine über die htaccess geblocked. 

Doch fangen wir von Vorne an. Bevor ich mich gegen diese Art von Spam wehren konnte war es erforderlich, dass ich ihn überhaupt erkannte. Dafür sind Statistik Plugins ganz nützlich, die einem auch die Referrer nennen. Das sind Webseiten von Dritten, über die Besucher zur einem gelangen.

Eines Tages entdeckte ich, dass mein Blog von ganz vielen Webseiten im Netz verlinkt wurde und ganz ohne mein eigenes zutun. Sollte das Märchen von den freiwillig gesetzten Links, die Matt immer propagiert, tatsächlich funktionieren?

1. Logs sichten

Mein Statistik Log präsentierte mir eine List mitWebseiten aus aller Herren Länder, neugierig wie ich war, habe ich die Links angeklickt und musste feststellen, dass die meisten dieser Webseiten in einer Sprache verfasst waren, die ich nicht verstand, geschweige deren Schriftzeichen ich lesen konnte.

2. Spam Sites identifizieren

Naiv wie ich war, suchte ich nach den Link zu meiner Webseite. Vielleicht war es ja eine wichtige News Website und berichtet über meinen Blog als tolle Auslandsquelle, für was auch immer? Oberflächlich war kein Link auf den meisten Domains zu entdecken, also tauchte ich in den Untiefen des html Quellcodes, um nach versteckten Links zu suchen.  Auch hier wurde ich nicht fündig.  Also konsultierte ich die Weisheit des Internets in Form von Google und fand hinweise darauf, dass es sich bei meinem Fall um eine klassische Referrer Spam Attacke handelte.

Gründe für Referrer Spam

Spammer die auf Referrer Spam setzen spekulieren darauf, dass der Webmaster seine Statistik-Logs im Netz öffentlich zugänglich macht, sodass Suchmaschinen, diese finden und die darauf vorhanden Links indizieren. Ich selber bin der Ansicht, dass diese Methode bei Google nicht mehr funktioniert, denn die  Google Guys sind sehr gut darin bestimmte Linkquellen herauszufiltern.

Da diese Spam-Attacken vorwiegend aus Russland und der Ukraine stammen, vermute ich mal, dass diese Methode bei der dort vorherrschenden Suchmaschine Yandex noch sehr gut funktioniert, sonst würde sich keiner die Mühe machen und solch eine Unsinn im Netz verzapfen.

Oder das Ganze ist ein smarter Weg der Russischen und Ukrainischen Regierung, die Russen und Ukrainer vom ausländischen Internet fern zu halten, denn wenn jetzt auch einschlägige Nachrichtenseiten anfangen diese IPs zu sperren, sparen sich die dortigen Regime den Aufbau einer Sperrinfrastruktur. Ist das jetzt ein wenig zu verschwörerisch? Keine Ahnung, aber zumindest wäre das ein weiteres Motiv um Referrer Spam zu betreiben. Allerdings, wenn ich es mir genau überlege, könnten informationshungrige Osteuropäer auch über Proxys dann an die Infos gelangen. Aber lassen wir diese sinnlosen Spekulationen.

Warum Referrer Spam bekämpfen?

Es gibt mehrer Gründe, warum ich Referrer Spam bekämpfen möchte:

  1. Server Ressourcen schonen
  2. Aussagekräftigere Statistiken
  3. Auswirkungen von Negativ SEO vermeiden
  4. Spammer stinken 😀
  5. Wenn Du weitere Gründe kennst, hinterlasse ein Kommentar. 😉

IP-Range finden und Sperren

Nachdem ich dieses Phänomen begriffen habe, suchte ich nach Wegen diesen Unsinn ein Ende zu bereiten. Zuerst wollte ich tld-Domains sperren, aber das stellte sich als unpraktisch heraus. So leid es mir tut liebe Russen und Ukrainer, ihr werdet wohl oder Übel, auf meine Webseite verzichten müssen. Ich habe einfach alle IPs aus den oben genannten Ländern, den Zugriff auf meiner Seite verwehrt.

Ich habe über diese Webseite, http://www.ipaddresslocation.org/ip_ranges/get_ranges.php, zuerst die IP-Ranges identifiziert und anschließend in meiner htaccess kopiert und der Spuk hatte ein Ende.

Beispiel

In der htaccess könnte der Eintrag dann z. B. so aussehen:

order allow,deny
deny from 178.213.72.0 – 178.213.87.255
deny from 178.213.112.0 – 178.213.119.255
deny from 178.213.144.0 – 178.213.151.255
deny from 178.213.192.0 – 178.213.215.255
deny from 178.213.224.0 – 178.213.231.255
deny from 178.213.240.0 – 178.213.255.255
deny from 178.214.32.0 – 178.214.63.255
Allow from All

Das hier ist nur ein Auszug meiner IP-Sperrliste und soll euch nur zur Veranschaulichung dienen. Wer es mir nach machen möchte, sollte den oben genannten Link folgen und sich selber eine Liste erstellen lassen.

Weitere Nützliche Links zum Thema

1 Kommentar

  1. 9. Oktober 2013 um 14:18 — Antworten

    Danke für den htaccess Tipp, Sammy.
    Aber ist es nicht so, daß eine prall gefüllte htaccess Datei den Webspace langsamer macht? Muss ja bei jedem Zugriff wieder neu eingelesen werden. Oder ist da kein „Performanceeinbruch“ zu merken. Grade bei Webspace muss an ja auf jede Millisekunde achten. 🙂
    Gruß, Max

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