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Tchibo Projektkaffee Kahawa Skuli: Schulkaffee aus Tansania im ersten Eindruck

13.06.2026 Antje Zimmermanns
Tchibo Projektkaffee Kahawa Skuli als 500-g-Packung auf einem Holztisch

Der Name Kahawa Skuli bleibt hängen. Nicht nur, weil er auf der Tchibo-Packung recht auffällig steht, sondern weil dahinter eine Geschichte steckt, die etwas anders klingt als die übliche Sonderedition im Kaffeeregal. Tchibo nennt ihn Projektkaffee. Angebaut wird er von jungen Farmerinnen und Farmern aus Tansania, die in sogenannten Coffee Clubs nachhaltigen Kaffeeanbau lernen und das Wissen direkt auf Schulflächen und Familienfarmen anwenden.

Ich habe mir den Kaffee genauer angesehen, weil mich bei solchen Projekten immer zwei Fragen interessieren: Ist das nur eine nette Geschichte auf der Verpackung oder merkt man auch dem Produkt an, dass hier mehr Sorgfalt dahintersteckt? Und passt der Kaffee am Ende auch in den Alltag, wenn die erste Neugier vorbei ist?

Tchibo Projektkaffee Kahawa Skuli als 500-g-Packung auf einem Holztisch
Die Packung wirkt schlicht, aber das Etikett erzählt sofort, worum es geht: Projektkaffee aus Tansania.

Was hinter dem Projektkaffee Kahawa Skuli steckt

Tchibo berichtet, dass das Schulprojekt bereits 2017 gemeinsam mit City Coffee Ltd. in Tansania gestartet wurde. In den Regionen Mbeya und Songwe lernen Schülerinnen und Schüler in Coffee Clubs unter anderem Bodenschutz, Wassermanagement, natürliche Düngung, Pflanzenschutz, Ernte und Vermarktung. Aus einem Schulprojekt ist damit ein Kaffee geworden, der inzwischen wiederholt als limitierter Projektkaffee verkauft wird.

Spannend finde ich daran vor allem den praktischen Teil. Die Jugendlichen bleiben nicht nur im Klassenzimmer, sondern pflegen eigene Kaffeepflanzen auf Schulflächen oder auf den Farmen ihrer Familien. Tchibo spricht aktuell von mehr als 1.200 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an sieben Schulen. Das ist natürlich eine Herstellerangabe, aber sie zeigt zumindest, dass Kahawa Skuli nicht einfach nur ein hübscher Name für eine Bohnenmischung ist.

Herkunft und Eckdaten

Laut Tchibo handelt es sich um 100 Prozent Arabica aus Tansania. Die Bohnen kommen aus Afrika, wachsen auf etwa 1.600 bis 1.800 Metern Höhe und werden gewaschen aufbereitet. In der Packung sind 500 Gramm ganze Bohnen. Als Geschmacksprofil nennt Tchibo Brombeere und dunkle Schokolade.

Gerade diese Kombination macht mich neugierig. Brombeere klingt nach einer fruchtigen, vielleicht leicht säuerlichen Note. Dunkle Schokolade deutet eher in Richtung ruhiger, runder Körper. Wenn beides gut zusammenkommt, kann das ein Kaffee sein, der nicht langweilig ist, aber auch nicht anstrengend wird.

Kaffeebohnen des Tchibo Kahawa Skuli auf einem wei?en Teller
Die Bohnen im ersten Eindruck: kein extrem dunkles Bild, eher eine mittlere bis leicht dunklere Röstung.

Erster Eindruck der Bohnen

Optisch wirken die Bohnen auf meinem Teller recht gleichmäßig. Sie sind nicht ölig glänzend, was ich bei ganzen Bohnen meistens positiv finde, weil es oft für eine etwas kontrolliertere Röstung spricht. Die Farbe geht in ein mittleres bis leicht dunkleres Braun. Einzelne Bohnen zeigen hellere Linien in der Mitte, insgesamt sieht das aber ordentlich und sauber aus.

Die Verpackung selbst ist typisch Tchibo: zurückhaltende Kraftpapier-Optik, vorne das farbige Etikett mit der Projektgeschichte. Keine übertriebene Premium-Inszenierung, aber genug Eigenständigkeit, um im Regal nicht wie ein weiterer Standardkaffee zu wirken.

Wie ich den Kahawa Skuli einordnen würde

Für mich ist Kahawa Skuli weniger ein Kaffee, den man nur wegen der Projektgeschichte kaufen sollte. Das wäre mir zu dünn. Interessant wird er, wenn Herkunft, Projekt und Tassenprofil zusammenpassen. Die gewaschene Aufbereitung und die Höhenlage sprechen dafür, dass der Kaffee eine gewisse Klarheit mitbringen kann. Gleichzeitig ist Tchibos Beschreibung mit dunkler Schokolade nah genug am Alltag, um auch im Vollautomaten oder als Caffè Crema Sinn zu ergeben.

Tchibo selbst nennt Filterkaffee und Vollautomat als passende Richtungen. Genau dort würde ich ihn auch zuerst testen: einmal als eher klaren Filterkaffee, um die fruchtige Seite zu suchen, und einmal als langen Kaffee aus dem Vollautomaten, um zu sehen, ob die Schokoladennote trägt.

Preis, Verfügbarkeit und Shoplink

Der Kahawa Skuli ist ein limitierter Projektkaffee. Solche Tchibo-Kaffees verschwinden erfahrungsgemäß wieder, sobald die Charge verkauft ist. Wer ihn probieren möchte, findet ihn aktuell über die Tchibo-Shopseite: Tchibo Projektkaffee Kahawa Skuli im Shop ansehen.

Der Link ist ein Affiliate-Link. Für dich ändert sich dadurch am Preis nichts, ich kann aber eine kleine Provision erhalten, wenn du darüber bestellst.

Mein vorläufiges Fazit

Kahawa Skuli ist einer dieser Kaffees, bei denen die Geschichte tatsächlich zum Produkt passt. Schulprojekt, junge Farmerinnen und Farmer, nachhaltiger Anbau, Tansania, 100 Prozent Arabica: Das klingt erst einmal gut. Entscheidend bleibt aber, ob der Kaffee in der Tasse genug Charakter zeigt.

Nach dem ersten Blick auf Packung und Bohnen wirkt der Tchibo Projektkaffee seriös und angenehm unaufgeregt. Kein Kaffee, der sich über laute Versprechen verkaufen muss. Wenn die angekündigte Brombeere nicht zu spitz und die dunkle Schokolade nicht zu flach ausfällt, könnte Kahawa Skuli ein ziemlich schöner Sommerkaffee für alle sein, die Tchibo-Raritäten mögen und bei Kaffee gern auch ein bisschen Herkunftsgeschichte mittrinken.

Weiterlesen auf Baynado

Wenn dich solche limitierten Tchibo-Kaffees interessieren, lohnt sich auch ein Blick in meine bisherigen Beiträge zu den Tchibo Raritäten, etwa zur Tchibo Rarität Buramba Rwanda oder zur Tchibo Kaffee Rarität Las Orquideas Peru.

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