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Tchibo Farmkaffee Machare im Test: Bio-Arabica aus Tansania

13.07.2026 Sammy Zimmermanns
Tchibo Farmkaffee Machare Packung auf Holztisch

Manchmal liegt ein neuer Kaffee auf dem Tisch und man merkt schon beim ersten Blick auf die Packung: Der will nicht einfach nur irgendein Alltagskaffee sein. So ging es mir beim neuen Tchibo Farmkaffee Machare aus Tansania, den ich als Testpaket bekommen habe.

Die Verpackung wirkt bewusst ruhig und natürlich. Braunes Papier, eine Illustration mit Farm, Kaffeepflanzen und Bergkulisse, dazu der Hinweis auf Tansania, Bio und 100 Prozent Arabica. Kein lautes Design, kein übertriebener Premium-Auftritt, sondern eher dieser Eindruck: Hier soll die Herkunft im Mittelpunkt stehen.

Genau das passt auch zum Konzept. Der Farmkaffee Machare stammt laut Tchibo direkt von der Tchibo Farm in Tansania. Es handelt sich um ganze Bohnen aus ökologischem Anbau, mit einem fruchtig-aromatischen Profil und Noten von roten Beeren, Dattel und Macadamia.

Der erste Eindruck der Bohnen

Kaffeebohnen des Tchibo Farmkaffee Machare auf weißem Teller

Nach dem Öffnen fällt zuerst auf, dass die Bohnen eher dunkel und gleichmäßig geröstet wirken. Auf dem Teller sieht man eine schöne Mischung aus mittel- bis dunkelbraunen Bohnen, mit leicht glänzender Oberfläche. Das ist kein extrem heller Specialty-Look, sondern eher eine Röstung, die auch im Alltag funktionieren soll.

Die Bohnen machen optisch einen sauberen Eindruck. Sie wirken nicht bröselig, nicht wild gemischt und auch nicht so, als hätte man hier eine besonders unruhige Röstung vor sich. Für einen Kaffee aus dem Tchibo-Sortiment ist das schon einmal ein ordentlicher Start.

Auf der Packung wird der Kaffee als „fruchtig & aromatisch“ beschrieben. Das ist interessant, weil viele Tchibo-Kaffees eher in Richtung klassisch, rund und massentauglich gehen. Beim Machare scheint Tchibo etwas mehr Herkunft und Aromatik zeigen zu wollen, ohne den Kaffee gleich zu speziell zu machen.

Herkunft: Tansania und Kilimandscharo

Tansania ist als Kaffeeherkunft vielleicht nicht ganz so präsent wie Brasilien, Kolumbien oder Äthiopien, aber gerade Kaffees aus der Kilimandscharo-Region können sehr spannend sein. Die Kombination aus Höhenlage, mineralhaltigen Böden und langsamer Reifung ist für Kaffee grundsätzlich ein gutes Umfeld.

Beim Farmkaffee Machare nennt Tchibo eine Anbauhöhe von 1.350 bis 1.550 Metern. Das ist für Arabica eine ordentliche Höhe und passt zu dem Anspruch, einen aromatischeren Kaffee mit mehr Eigenständigkeit anzubieten.

Auch die gewaschene Aufbereitung ist erwähnenswert. Gewaschene Kaffees wirken häufig klarer, sauberer und etwas präziser im Geschmack. Wenn Tchibo hier rote Beeren, Dattel und Macadamia nennt, klingt das nach einem Kaffee, der Fruchtigkeit und eine leichte Süße mit etwas nussiger Tiefe verbinden soll.

Für welche Zubereitung eignet sich der Farmkaffee Machare?

Tchibo empfiehlt den Kaffee sowohl für den Handfilter als auch als Caffè Crema aus dem Vollautomaten. Das ist eine sinnvolle Kombination, denn der Kaffee scheint nicht als sehr heller Filterkaffee gedacht zu sein, sondern als vielseitiger Arabica, der auch im Automaten funktionieren kann.

Für meinen Geschmack wäre der erste Test wahrscheinlich genau in diesen beiden Richtungen interessant:

Im Handfilter kann man besser prüfen, ob die angekündigten fruchtigen Noten wirklich herauskommen. Gerade rote Beeren und Dattel brauchen etwas Klarheit in der Tasse, sonst verschwinden sie schnell hinter Röstaromen.

Im Vollautomaten zeigt sich dagegen, ob der Kaffee alltagstauglich ist. Ein Caffè Crema muss nicht spektakulär sein, aber er sollte rund laufen, angenehm duften und nicht zu bitter werden.

Wer den Kaffee testet, sollte beim Mahlgrad nicht zu grob starten. Ganze Bohne bedeutet hier natürlich: Der Kaffee steht und fällt mit der Mühle. Gerade bei einem Kaffee mit fruchtigem Anspruch lohnt es sich, ein wenig mit Mahlgrad und Dosierung zu spielen.

Bio, Farmkaffee und die Frage nach Transparenz

Der Farmkaffee Machare ist Bio-zertifiziert und stammt laut Tchibo aus ökologischem Anbau. Das ist ein Pluspunkt, auch wenn Bio allein natürlich noch nicht automatisch sagt, ob ein Kaffee am Ende geschmacklich überzeugt.

Spannend ist eher die Kombination aus Bio, konkreter Herkunft und Farmkaffee-Konzept. Tchibo stellt bei diesem Kaffee stärker heraus, woher die Bohnen kommen und unter welchen Bedingungen sie angebaut werden. Für einen großen Anbieter ist das ein Schritt in eine Richtung, die viele Kaffeetrinker inzwischen erwarten: weniger anonyme Mischung, mehr nachvollziehbare Herkunft.

Natürlich bleibt es trotzdem ein Produkt aus dem breiten Handel. Wer absolute Mikro-Lot-Transparenz sucht, wird bei kleinen Spezialitätenröstern noch detailliertere Informationen bekommen. Aber für Tchibo-Verhältnisse ist der Machare deutlich konkreter positioniert als ein klassischer Regal-Kaffee ohne klare Herkunftsgeschichte.

Geschmackserwartung: fruchtig, aber vermutlich nicht extrem

Die auf der Packung und Produktseite genannten Noten von roten Beeren, Dattel und Macadamia klingen nach einem Kaffee, der eine angenehme Balance sucht. Rote Beeren stehen für eine gewisse Fruchtigkeit, Dattel für Süße und Macadamia für eine weiche, nussige Komponente.

Ich würde hier keinen extrem säurebetonten Kaffee erwarten, sondern eher einen Kaffee, der fruchtiger ist als viele Standardkaffees, aber trotzdem noch massentauglich bleibt. Die Intensität liegt laut Tchibo im mittleren Bereich. Das passt zu der Vermutung, dass der Machare kein wuchtiger Espresso-Kaffee sein will, sondern eher ein aromatischer Allrounder.

Gerade für Menschen, die sich langsam an fruchtigere Kaffees herantasten möchten, könnte das interessant sein. Nicht jeder möchte sofort einen sehr hell gerösteten Filterkaffee mit deutlicher Säure. Der Machare wirkt eher wie ein Kaffee, der Herkunft und Alltag miteinander verbinden will.

Mein vorläufiges Fazit zum Tchibo Farmkaffee Machare

Der Tchibo Farmkaffee Machare macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Verpackung ist stimmig, die Bohnen sehen sauber aus und die Herkunft aus Tansania macht den Kaffee spannender als viele klassische Supermarkt- oder Tchibo-Standardsorten.

Besonders interessant finde ich die Kombination aus Bio-Arabica, gewaschener Aufbereitung und einem Aromaprofil mit roten Beeren, Dattel und Macadamia. Das klingt nach einem Kaffee, der nicht nur kräftig oder rund sein möchte, sondern tatsächlich etwas mehr Charakter zeigen will.

Ob er dieses Versprechen in der Tasse hält, entscheidet sich natürlich erst beim Brühen. Für den ersten Test würde ich ihn im Handfilter und als Caffè Crema aus dem Vollautomaten probieren. Genau dort dürfte sich zeigen, ob der Machare eher ein schöner Alltagskaffee mit Herkunftsgeschichte ist oder ob er geschmacklich wirklich aus dem Tchibo-Regal heraussticht.

Transparenzhinweis: Der Kaffee wurde mir von Tchibo als Testpaket zur Verfügung gestellt. Meine Einschätzung bleibt davon unabhängig.

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