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Googles Street View Autos sind jetzt riesige, mobile 3D-Scanner

Die neuen Street-View-Autos bekommen bessere Kameras, aber was ist mit den Lidar-Rigs?

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Neues Google Streetview Auto
Foto Neues Google Streetview Auto | von Goolge

Googl hat ein neues Street View Auto mit aktualisierten Kameras und – überraschenderweise – einem Set von Lidar (Light, Detection and Ranging) Sensoren!

Die neuen Autos sind alle Hyundai Elantra GTs mit einem auffallenden Vinyl Wrap, das Street View Bilder von wunderschönen Ansichten zeigen. Die Autos sehen meist blau und braun aus, was viel subtiler ist als die alten Google-Maps-Themenautos mit ihren großen grünen Türen. Trotzdem ist es schwer, die riesige Kamera oben zu übersehen.

Das erste Upgrade des Kamerasystems seit acht Jahren verbessert die Bildqualität erheblich und vereinfacht das Rigg. In der Hauptkugel sind 15 Kameras und sieben unten, das Komplettpaket wird aus viel mehren Bildern zusammengestellt als zuvor. Die 20MP-Kameras sind rund um das Auto ausgerichtet und die aufgenommenen Bilder werden zu einem sphärischen Bild für Google Maps zusammengefügt. Die Autos haben aber noch mehr zu bieten als nur den „Foto-Ball“: Es gibt auch ein Paar HD-Kameras, die direkt nach links und rechts zeigen. Diese sind für das Lesen von Straßenschildern, Geschäftsnamen und sogar Ladenöffnungszeiten gewidmet; diese Bilder werden für die visuelle Verarbeitung auf Googles Cloud-Computern aufbereitet.

Das Endergebnis der neuen Kameras sind schönere Street-View-Aufnahmen mit höherer Auflösung, besseren Farben und weniger Fehlern beim Zusammenfügen. Die besseren Bilder sollten auch dazu führen, dass mehr Daten für die verschiedenen visuellen Algorithmen zur Feature-Erkennung bei Google vorliegen.

Die interessantestes Ergänzungen sind die beiden LIDAR Pucks, die direkt unter der Kamerakugel hängen. Dies sind die allgegenwärtigen Velodyne VLP-16 „Puck“ -Sensoren, mit denen das Auto in 3D in 360 Grad „sehen“ kann. Diese 8000 Dollar Lidar-Sensoren sind die häufigsten, die in autonomen Autos verwendet werden. „Erwarten Sie nicht, dass sich die Street-View-Autos schon bald selbst fahren„, wie der Technical Program Manager Steve Silverman von Google Street View in Wired’s Video sagt, werden die Lidar-Sensoren „verwendet, um uns in der Welt zu positionieren„.

Ein Lidar-Sensor ist nur ein 3D-Tiefensensor. Es „positioniert dich nur dann in der Welt„, wenn du eine Weltkarte in 3D speicherst und deine aktuellen 3D-Messungen mit deiner gespeicherten 3D-Karte vergleichst. Die Googles Street View Autos erstellen jetzt also etwa eine umfassen 3D-Karte von jedem Ort in dem si edurchfahren? Sieht ganz so aus.

Erwähnenswert ist auch die Positionierung der Lidar-Sensoren. Die Pucks sind in wenigen Konfigurationen erhältlich, haben aber höchstens ein vertikales Sichtfeld von ±15°. Aufgrund des schmalen Sichtfeldes ist es typisch für selbstfahrende Autos, dass Sensoren horizontal montiert werden, damit sie den Verkehr um das Auto herum wahrnehmen können. In den Street View Autos sind die Pucks beide in einem Winkel von etwa 45° montiert, was bedeutet, dass sie nicht sehr weit vor oder hinter dem Auto sehen können – der FoV macht die Karosserie kaum frei. Wir können dann schließen, dass die Lidar-Sensoren meist alles links und rechts vom Auto betrachten.
Die normale horizontale Montage würde nur einen Splitter von Gebäuden erhalten, wenn Sie vorbeifahren, aber mit diesem 45° Winkel sollte Google mehr vertikale Höhe auf den Gebäuden bekommen – wahrscheinlich genug, um einen vollständigen Scan von oben nach unten zu haben – und einfach mehr Details im Allgemeinen. Es ist nur ein weiterer Datenhappen, aber das funktioniert gut, da das Auto vorwärts fährt. Die neuen Autos sind wie riesige 3D-Flachbettscanner. Und denkt daran: es gibt zwei davon, also erfasst Google die doppelte Auflösung.

Das Google Maps-Team ist eine der datenhungerigsten Abteilungen des Unternehmens und fährt jetzt mit einen großen, mobilen 3D-Scanner auf und ab. Was sie damit machen, ist reine Spekulation. Sie könnten die Daten nutzen, um bessere 3D-Gebäudemodelle für Google Maps zu erstellen. Sie könnten die Daten an selbstfahrende Autofirmen weitergeben, die oft Lidar-Scans von Gebieten benötigen, um in diesen autark navigieren zu können. Tatsächlich sieht das Setup von Google identisch aus mit dem True Collection Vehicle von Here‘ s, das speziell für die Erstellung von selbstfahrenden Autokarten entwickelt wurde. Das Setup hat vier Kameras oben und einen Lidar-Sensor im 45° Winkel!

Google macht sicherlich eine viel präzisere Karte, als es das GPS alleine könnte. GPS ist auf wenige Meter genau, während ein Velodyne-Sensor Dich mit wenigen Zentimetern genau positionieren kann. Wenn Du Deine Street View-Bilder nur auf einer Karte ausfindig machen möchtets, wirkt das wie ein Overkill.

Quelle: arstechnica.com


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