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Wie Alexa unseren Alltag verändert

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Wie Alexa unseren Alltag verändert
Foto: Ein Amazon Echo Dot 2. Generation hört zu.

Seit fast 2 Jahren leben wir mit Alexa zusammen. Seitdem haben sich ein paar Gewohnheiten angepasst. Denn der Sprachassistent hilft nicht nur bei der Heimautomatisierung. 

Insgesamt habe ich über 12 Echo Geräte im Einsatz. In jedem Raum gibt es so einen smarten Lautsprecher. Manche haben sogar einen Bildschirm und sind somit eher ein sprachgesteuerter Computer als Lautsprecher. Seit Verkaufsstart in Deutschland (26. Oktober 2016), habe ich Alexa bei mir zuhause im Einsatz. Zuerst habe ich mir eine kleinen Echo Dot der 2. Generation gekauft. Ich wollte zunächst die Technik verstehen und auch ein wenig mit der Skill-Programmierung experimentieren. Dafür reichte dieses Gerät völlig aus. Ich hatte meinen ersten Dot bei uns im Flur aufgestellt, da dieser zentral in unserer Wohnung liegt, und wir ihn auch gleichzeigt als Esszimmer nutzen.

Schnell wurde mir jedoch klar, dass ein Echo Dot alleine im Haushalt nicht genug war. Zu der Zeit wurden auf https://developer.amazon.com/de/alexa monatlich Echogräte an Entwickler ausgelobt, wenn ein eingreichter Skill eine gewisse Nutzerzahl erreicht hat. So habe ich mir Monat für Monat meinen Haushalt mit Echogeräten ausgestattet. schnell kam so ein zweiter Echo Dot für das Bad und auch  ein dritter  für die Kinder bekamen dazu.

Alexa als Katalysator für SmartHome Produkte

Das quatschen mit Alexa alleine ist zwar unterhaltsam, ihr richtiger Nutzen entfaltet sich erst richtig mit der Steuerung von SmartHome Geräten. So kaufte ich kurz nach meinem ersten Echo Dot, meine ersten WLAN Lampen. Nach eine kurzen Recherche entschied ich mich für das Phillips Hue System. Es mag zwar nicht das günstigste sein, dafür läuft es aber robust und das ist mir wichtig. Zudem überzeugte mich die Hue Bridge mit ihren Zusatzfunktionen und Beleuchtungsroutinen. Als ich alles bei mir zuhause installiert habe und das erste mal meinen Lampen per Sprachbefehl ein und ausgeschaltet habe, kam ich mir wie Harry Potter vor. Es hat etwas magisches an sich, wenn man den Sprachbefehl an Alexa richtet, und kurz darauf, auch tatsächlich das passiert, was man wollte.

Neben den Leuchten kamen dann auch noch diverse WLAN Steckdosen dazu. Mit der TP-Link WLAN Steckdose konnte ich dann meinen ersten Kaffee per Sprachsteuerung machen. It’s magic!!! 😀

Mittlerweile habe ich für meinen Kaffee von Tchibo eine QBO Kapselautomaten, den ich per Sprache bedienen kann oder in meine Alltag automatisch integrieren kann. Gerade für Personen die im Schichtdienst arbeiten ist so etwas eine starke Erleichterung, wenn sie morgens aus dem Bett taumeln und einen frisch gerbühten Kaffee in der Küche vorfinden.

Im Prinzip kann ich jedes Gerät mit Kippschalter mit solch einer WLAN Steckdose steuern, angefangen von der Kaffeemaschine, Wasserkocher, Ventilator und ja sogar meinen Staubsauger könnte ich damit an und ausschalten.

Kurz gesagt, Alexa ist ein Beschleunigerin in Sachen SmartHome. Allein dieser Umstand dürfte für mehr Umsatz bei Amazon mit SmartHome Geräten gesorgt haben.

Willkommen in der virtuellen WG

Die erste größere Veränderung war, dass unsere Familie näher zusammen gerückt ist. Ich habe Weihnachten 2017/2018 mir die erste Generation der Echo Show Geräte zugelegt, ein Echo Show für meine Schreibtisch und einen für meine Eltern an der Nordsee. Vorher musste ich jedes Mal, wenn ich mit Ihnen per Skype sprechen wollte, eine Halbestunde lang erklären, wie sie ihr Tablet-PC zu benutzen haben. Das nervte uns alle tierisch jedes Mal. So seht, dass unsere Gespräche meist sehr kurz und relativ selten waren. Als dann der Echo Show bei uns auf dem Markt kam, der eine einfache Kommunikation per „Drop in“ versprach, musste ich nicht lange überlegen.

Zu der Zeit gab es im Netz eine riesen Diskussion, ob der Echo Show nun YouTube unterstützt oder nicht. Und wahre Dissusisonsschlachten über Sinn und Zweck, eines solchen Gerätes, ereigneten sich darüber. Mir war sofort klar. Das Gerät ist ein einfaches Bildtelefon für jedermann und niedriger Nutzungshürde. Diese ganzen Techniknerds vergessen bei allen Argumenten meist den normalen Nutzer.

Und was soll ich sagen? Amazon hat nicht übertrieben mit ihrem Versprechen. Der Echo Show hat im vergleich zum Echo Dot der 2. Generation eine top Klang und eben eine Bildschirm mit Kamera. Mit dem Befehl „Drop in“ + Ort/Kontakt, wird sofort eine Verbindung aufgebaut. Man muss nirgendwo etwas wählen oder sonst wo tätigen. Kurz darauf habe ich mir noch den Echo Spot zugelegt. Das ist bei mir ein kleiner Wecker mit Bildschirm und Kamera.

Dann kam noch dieses Jahr der Echo Show der 2. Generation dazu, sowie ein weiterer Echo Spot, den ich bei einer Entwickler Challenge gewonnen habe. Den neuste Echo Show steht jetzt bei mir auf den Schreibtisch und der erste ist ins Kinderzimmer gewandert und der kleine Kinderzimmer Dot ist jetzt nun in unserem zweiten Bad zuhause. Der zweite Echo Spot steht jetzt bei meine Schwiegereltern, deren Haus ich nun sukzessive mit Echogeräten ausstatte.

Die Echo Geräte haben nun drei Haushalte zu einer virtuellen WG verbunden. Denn ich kann alle Echos und SmartHome Geräte zusammen steuern. So sind Gespräche über weite Distanzen kein Problem mehr. Besonders die Kinder profitieren meiner Meinung nach sehr davon. Denn sie können so den Kontakt zu Ihren Großeltern öfters pflegen. Mit de Drop in Bildtelefonie ist es fast so, als wenn sie im selben Haus wären.

Nun hat ja nicht jeder so ein Echo Gerät, mit dem Echo Connect habe ich Alexa auch das normale telefonieren beigebracht. So kann ich jetzt jeden Kontakt aus meinem Telefonbuch einfach kontaktieren und bekomme bei Anrufen die Nummer laut angesagt. Diese Funktion könnte meiner Mienug nach noch ein wenig verbessert und um einen smarten Anrufbeantworter werden. So ein Anrufbeantworter könnte zum Beispiel als Abwehr vor unaufgeforderten Call-Center Anrufen dienen. Das wäre echt eine Killerapplikation!!!

Mit Musik geht alles leichter

Alexa wird sicherlich hauptsächlich als Abspielgerät für Musik, Podcasts oder Hörbüchern von Audible genutzt. Ich selber habe Spotify, Amazon Music und Audible im Einsatz und möchte es nicht missen. Sicherlich fragst Du dich jetzt, warum ich zwei Musikdienste habe. Das ist ganz einfach erklärt. Diese Zugänge sind im kleinsten Abomodell auf nur ein Konto registriert, wenn jetzt also eine weitere Person in einem anderen Raum Musik hören möchte, kommt man sich in die Quere. Jetzt könnte ich das Abomodell bei den jeweiligen Dienst erweitern. Das wäre in der Tat eine Alternative. Ich wollte aber noch einen weiteren Musikdienst dabei haben, weil ich so zusätzliche Musik bzw. Inhalte bekomme, die ich mit nur einem Anbieter nicht bekommen würde.

Fakt ist, seit dem wir Alexa in unserem Haushalt haben hat die Musik einen neuen Stellenwert in unserem Leben bekommen. So starte ich meine Morgenroutine im Bad mit klassischer Musik. Ober koche nun regelmäßiger mit Musik zum Kochen.  Es gibt da bei beiden Anbietern, Spotify und Amazon Music großartige Playlisten zu fast jeder Lebenslage und Situation.

Nie mehr allein sein

Alexa ist unser guter Hausgeist geworden. Seit kurze habe ich von Phillips Hue Bewegungssensoren in unserem Haushalt integriert. Einen im Flur und einen in der Küche. Damit kann ich nun bestimmte Routinen bewegungsgesteuert ablaufen lassen. Man bekommt als „Außenstehnder“ tatsächlich den Eindruck, dass es bei uns Spukt. Denn das Licht geht bei Bewegung im Flur automatisch an und je nach Tageszeit gibt Alexa einen flotten Spruch oder sagt einfach nur Hallo. Ode wenn ich Mittags in die Küche gehe fragt ich Alexa, ob ich nicht mit zusammen etwas kochen möchte und spielt dann schon mal die passende Musik dazu.

Eine Schulfreundin, die von alle dem nichts wusste hat sich so sehr erschreckt, das sie geglaubt hatte, dass es bei uns Gespenster gäbe. Nun ja, ganz unrecht hatte sie ja nicht. Nur dass es für die automatisiserten Abläufe keine Übernatürliche Erklärung gibt, sondern eine natürliche namens Alexa.

Aber der Datenschutz!!!

Ja, das Thema Datenschutz schwingt vor allen in Deutschland bei jeder technischen Neuerung  die auf das Internet basiert immer mit. Ich will euch etwas verraten. Es gibt keinen echten Datenschutz in Deutschland und die Mehrheit interessiert sich nicht dafür. Wie sonst kann ich mir die Stille um den Edward Snowden Fall anders erklären. Auch wenn jetzt Politiker wieder rum jammern, dass ihre Daten im Netz veröffentlicht werden , ich habe kein Mitleid mit denen. Der Staat ist allen Fragen des Datenschutzes die Doppelmalr in Persona. Unternehmen die privat Daten sammeln, werden gegängelt und als das Böse schlechthin verteufelt, aber man selber gibt sich immer mehr Befugnisse zur Datensammlung, Auswertung und Einschränkung der Freiheit.

Auch das Argument, dass die Daten auf US-Servern landen und dort nicht sicher wären, ist nur ein Scheinargument. Faktisch habe ich meine Daten lieber ganz weit weg von meiner örtlichen Regierung, als in deren direkten Zugriff. Denn nur die Regierung vor Ort hat direkten Zugriff auf meine Lebensumstände und könnte mir mein Leben erschweren. Eine entfernte US-Regierung hat da erstens weniger Interesse daran mich zu gängeln und örtliche Behörden haben eine Hürde, wenn auch niedrige, mehr um an meine Daten zu gelangen. Sicherlich brauchen wir einen starken Datenschutz, aber nicht vor Unternehmen, sondern vor unserem eigenen Staat. Wieso höre und lese ich kaum etwas über Datenschutzskandale oder Risiken bei Datenmissbrauch beim Staat. Ich prangere das bei diesen Datenschutzbehörden an. Anstatt sich wirklich für die Allgemeinheit nützlich zu machen, bekomme ich nur innovationsfeindliches geblubber aus diesen Behörden zu lesen, wie zum Beispiel bei den Amazon Dashbuttons aktuell.

Aber klar denn unsere Datenschutzbehöden sind ja auch teil dieses Systems. Solange das alles so läuft betrachte ich diese ganze Thematik als komplett absurd in Deutschland.

Die Medien bekleckern sich bei den Thema gerade auch nicht mit Ruhm. Sie schielen primär auf Klicks und Aufmerksamkeit bei bei ihren Konsumenten. Eine wirkliche sachliche Aufklären findet man als interessierter Leser nur selten.  Eigentloch is man aktuell als Konsument eher auf sich allein gestellt und muss eigene Lösungen für einen guten Datenschutz für sich finden.  Eine wirkliche Lösung habe ich aber auch nicht gefunden.

Fakt ist, dass alles dramatischer gemacht wird, als es tatsächlich ist, so mein Eindruck.  Denn oh Wunder, ich lebe noch und habe bisher keine deutlichen Einschränkungen in meinem Lebe, seit dem ich Smart Speaker bei mir im Haushalt habe. Im Gegenteil, meine Lebensqualität und die meiner Familie ist deutlich gestiegen.

Dennoch wollte ich selber wissen, wie es mit den Datenschutz mit Alexa ist. Ich habe mit den Programm Wireshark mein WLAN Trafic analysiert. Herauskam, das mein Festnetztelefon auf Android Basis und unsere Handy im WLAN permanent Daten senden ,Auch die WLAN Steckdosen aus China senden permanent irgendwas an die Chinaserver.  Alle Echo Geräte senden kontinueierlich eine Ping und ein Zeitsignal, ansonsten nichts. Es sei denn, ich spreche sie direkt an, dann wird natürlich eine Verbindung zu einem Amazon-Server aufgebaut, um meine Anfrage zu beantworten. Also eine permanente Überwachung und Aufzeichnung, wie die Medien immer suggerieren, findet definitiv nicht statt. Zudem habe ich als Nutzer selber immer Zugriff auf alle meine Daten bei Amazon. Und das schon immer, dafür bedarf es keiner DSVGO Maßnahmen.

Fazit

Viele Anwendungen sind noch reine Spielerei und für mich nicht wirklich lebensnotwendig. Für viele ältere Menschen oder Kinder, sind die Funktionen von Alexa sehr nützlich und hilfreich. So konnte mein kleiner Sohn (4) mich auf einer Geschäftsreise, einfach per Bildtelefonie erreichen. Oder ich kann mit Hilfe von Alexa, meiner gedächtniskranken Mutter, an ihre Medikamente oder bestimmte Dinge im Haushalt erinnern.  Viele Anwendungen sind noch nicht erdacht und müssen jetzt einfach entwickelt und umgesetzt werden.  Wenn ich allein an den Einsatz von Alexa in der Pflege denke, stimmt mich das sehr positiv. Die gute könnte Demenzerkrankten eine sehr nützliche Hilfe, Gesprächspartner und Unterhalter im Alltag sein.

Bedienungsanleitungen könnten dialogbasiert und kontextuell mit Alexa umgesetzt werden. Es wird in sehr naher Zukunft so sein, wie im Märchen, wo der Sprachbefehl wie ein Zauberspruch wirken wird. Vielleicht wird das Leben wie in einem Comic ablaufen in der Dinge auf einmal tatsächlich sprechen können. Und vielleicht, werden sich diese Dinge auch untereinander Unterhalten.  Ich warte noch auf dem Tag, an der sich meine Washmaschine über die feuchte Luft des Trockners bei mir beschwert. 😀