Dieser Bericht möchte näher auf die Bedeutung des Taggens eingehen. Zuerst möchte ich das Taggen näher definieren.
Taggen bedeutet im Web 2.0 das gemeinschaftliche Indexieren, Verschlagworten von Dokumenten. Die Gemeinschaft vergibt also einen Text, Bild, Video, etc., ein bestimmtes Schlagwort. Dieses Schlagwort soll die spätere Auffindbarkeit erleichtern. Das besondere beim Taggen ist, dass diese Verschlagwortung von, Menschen bzw. auch von nicht Experten eines Themenbereichs, durchgeführt werden.
Bisher wurde der Content über komplizierte Algorithmen, die Suchmaschinen verwenden, der breiten Masse zugänglich gemacht. Diese Algorithmen versuchen durch Analyse des Contents insbesondere der Wortanalyse, den Content einzuordnen. Der fortschrittlichste Algorithmus dieser Art, ist der von Google, dieser stellt bisher auch die Grundlage des Erfolgs dieser sehr guten Suchmaschine dar.
Algorithmen stoßen jedoch immer dann an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Content im semantischen Zusammenhang zu bringen. Das ist die besondere Stärke von Web 2.0, hier bringen die Nutzer den Content in einem semantischen Zusammenhang, durch das Taggen.
Damit das allerdings wirklich gut klappt ist es notwendig, nach David P. Reed eine kritische Masse zu erreichen. Das reedsche Gesetz besagt, dass die Nützlichkeit großer Netzwerke exponentiell mit ihrer Größe steigt. Dies gilt insbesondere auch für soziale Netzwerke. Der Grund hierfür ist, dass die Anzahl möglicher Untergruppen 2^N beträgt. Hierbei bezeichnet N die Anzahl der Teilnehmer. Diese Zahl steigt schneller als Die Anzahl der Teilnehmer N Die Anzahl möglicher Zweier-Verbindungen von N(N-1)/2 (bisweilen als Metcalfesches Gesetz) bezeichnet. Obwohl der Nutzen von verfügbaren Gruppen pro Gruppe recht klein ist, kann der Vernetzungseffekt einer möglichen Gruppenmitgliedschaft die Gesamtökonomie eines Systems dominieren.
(siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Reedsches_Gesetz)
Die Bedeutung des Taggens für die Suchmaschinenoptimierung‚
Für mich als SEO hat das Taggen noch eine zusätzliche Dimension. Wie Mario Goettsche in seinem fabelhaften Bericht, the power of Yigg, berichtet, kann man durch Social News Portale, Aufmerksamkeit gewinnen.
Einen wirklichen Zusatznutzen ist jedoch, dass man hier die Möglichkeit hat seine Meldungen zu Taggen. Das bewirkt, dass die eingestellte Meldung unter verschiedenen Schlagworten in der Yigg-Suche wieder gefunden wird. Dieses wiederum bewirkt, dass ich von eine zusätzliche Portion Links, von Yigg abbekomme. So habe ich durch nur eine Meldung (http://www.yigg.de/20810_Baidu_vor_Yahoo_und_Google_in_China ) bis zu 180 zusätzliche Links von Yigg bekommen. Durch zusätzliches “Posten” in anderen Socialnews Communitys und Socialbookmark Diensten, wie Mister-Wong z.B., konnte ich dann die Anzahl auf über 220 eingehende Links steigern und auf eine breiteren Basis stellen.
Durch gezieltes Engagement in Web 2.0 Communitys, wie http://www.yigg.de/ , ist es also möglich, konstant viele Links leicht aufzubauen. So habe ich es geschafft, durch regelmäßigen Einsatz seit Dezember 2006 bis heute, die Anzahl eingehender Links auf meiner Blog URL von nur ein paar wenigen, auf hunderte Links zu steigern. Die Gesamtanzahl der eingehenden Links auf die Domain, konnte sogar auf eine vierstellige Zahl gesteigert werden.
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Jeder Webmaster kann diesen Effekt auch für sein Projekt, leicht in den Google Webmaster Tools überprüfen. Aufgrund dieser Erkenntnis, ist es auch für mich nicht besonders wichtig auf die Frontpage einer Socialnews Community zu kommen. Denn diese gewährt nur einen zeitlich befristeten Besucher-Traffic. Ich muss allerdings zugeben, dass es der eigenen Eitelkeit gut tut, von vielen Lesern als lesenswert betrachtet zu werden.

Hallo!
Netter Beitrag. Du solltest aber statt 2N lieber 2^N schreiben. Sonst ist das irreführend.
Danke für den Tipp, habe das Gesetz, so aus der Wikipedia übernommen. Daran sieht man, dass die auch nicht der Weißheit letzter Schluss ist.