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Strebt Google nach der Weltherrschaft?

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‚ Der Google Masterplan

Bildquelle: http://masterplanthemovie.com/

Es heißt, wissen ist Macht. Die mit Abstand größte Ansammlung an Wissen hat die Suchmaschine Google in sich vereint. Dieses Wissen wird durch uns, den Nutzern gespeist. Google weiß, was ich gestern getan habe.Es weiß, welche E-Mails ich gelesen und geschrieben habe. Google weiß welches Video ich mir auf Youtube angeschaut habe, welche Artikel bei Amazon mich interessieren. Bis 2015 will Google 15 Millionen Bücher digitalisieren und seinen Suchindex mit dem Inhalt dieser Bücher füllen. Google die moderne Bibliothek von Alexandria.

Sage mir wonach Du suchst, und ich sage Dir wer Du bist.

Aber das ist noch längst nicht alles. Google weiß, wo ich wohne und in welcher Gegend ich lebe. Dank Google Earth und Google Maps kann jeder den Garten seines Nachbarn erforschen, den man selber vor neugierigen Blicken durch Rosenhecken, schützen versucht. Ja, man könnte meinen, Google ist Gott! Google sagt zwar, dass es alle Daten nach 18 Monaten anonymisiert werden, doch reicht dieser Zeitraum aus, um genügend in die Psyche eines Nutzers reinzublicken und zu analysieren. Konrad Adenauer hat es schon damals auf dem Punkt gebracht:“Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Exakt, niemand interessiert sich für alte Daten, nur Historiker. Der geschickte Verkäufer braucht Daten über die aktuellen Bedarfe einer Person.

Der nächste große Schritt in Googles Allwissenheit und Macht ist der Griff nach dem Handy. Erste Prototypen für ein Google-Handy Betriebssystem bestehen bereits. Der Datenkrake streckt nach allem seine Tentakel aus. Keiner kann sagen, dass er nichts gewußt hätte. Googles Ziel ist, die Informationen dieser Welt zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Einige Experten warnen schon vor dieser geballten Macht an Wissen. So hält etwa Edward Felten von der Princton University, Google für das größte Datenschutzproblem in der Geschichte der Menschheit.

Weltweit nutzt jeder zweite die Suchmaschine Google und in Deutschland sogar 90 Prozent. Google durchsucht mehr als 8 Milliarden Webseiten. Das Unternehmen ist rund 200 Milliaden Dollar an der Börse wert. Doch was genau ist Google?

Google ist ein Verbund von mehreren Datencentern, die dezentral betrieben werden. Google hat ca. 3000 Mitarbeiter, die besten Köpfe ihres Fachs vereint. Fortwährend arbeitet man an neuen Diensten. Aber Google sind auch wir, die Nutzer. Ohne die Menschen die Google nutzen, könnte das Unternehmen seine Technologie verbessern. Immer mehr Menschen lagern ihre Privaten Daten aus. Im Zeitalter vor Google wäre es undenkbar gewesen, seine Post z.B. offen im Postfach bei der Post liegen zu lassen. Damit diese den Inhalt lesen kann und dann passend uns Angebote unterjubelt. Mit Gmail ist das heutzutage möglich.

Ich selber gehöre auch zu diesen gläsernen Menschen. Ich nutze Gmail, Google Earth, Google Maps, Google Analytics und natürlich die Suche von Google. Ich offenbare quasi mein innerstes vor ihr und hoffe dabei, dass sie mich respektiert und meine Geheimnisse für sich behält. Noch ist alles in Ordnung.

Was passiert, wenn die Google Gründer nicht mehr sind?

Ich persönlich vertraue den beiden „Eierköpfen“ aus Stanford. Nun ist es so, dass diese auch aus Fleisch und Blut sind und irgendwann einmal sich von Google zurückziehen werden. Das Unternehmen ist eine US Firma, die nach Gesetzen arbeitet, die ich als Deutscher nicht beeinflussen kann.

ScientologySo beunruhigt mich der realtiv starke Einfluss von Scientology in den USA. Was ist, wenn das Management von Google von Scientology schon unterwandert ist? Oder was ist wenn totalitäre Regime Google per Gesetz zwingen werden, seine Daten herauszugeben?

Ich habe noch eine ganz andere Theorie. Mal angenommen, Google arbeitet an einer Künstlichen Intelligenz, die alle unsere Entscheidungen in Frage stellen wird und uns abnehmen versucht. Es gibt da einen Science-Fiction Film aus den Sechziger Jahren, der dann ganz plötzlich nicht mehr Fiction, sondern Vision ist. Näheres über diesen Film erfahrt ihr hier. Google wird unser alltäglicher Begleiter werden in allen Lebenslagen. George Orwells Big Brother ist schon längst Realität geworden und wird stetig weiter perfektioniert. In Kombination mit der RFID Technologie könnte die Suchmaschine in Zukunft Fragen wie, wo ist mein Akkuschrauber, oder wo habe ich meine Condome liegen lassen, Realität werden.

Aber das ist noch nicht die Spitze. Ich möchte hier einen kleinen Absatz aus dem Buch die Google Story von David A. Vise zitieren, um anzudeuten, was alles noch auf uns zu kommen wird.

Für viele Menschen mögen Google und das Internet heute ein und dasselbe sein, doch in der Zukunft könnten, wie Brin und Page glauben, Menschen mit der Suchmaschine weit enger zusammenrücken. „Was spricht dagegen. das Gehirn zu verbessern?“ Vielleicht wird es einmal möglich sein, eine kleine Version von Google direkt ans Gehirn anzuschließen. Wir werden dafür schicke Versionen entwickeln müssen, aber wenn es einmal so weit ist, werden einem sämtliche Informationen der Welt auf Anhieb zur verfügung stehen. Das ist eine sehr spannende Sache.“ (S. 276, Die Google Story)

Die Borg als Zukunftsvision für Googles WeltherrschaftspläneSo so, die wollen uns alle in Borg verwandeln und den individuellen Geist durch ein Kollektivbewußtsein zerschlagen. Unsere Zukunft soll also eine kollektives Selbst sein, dass von Google mit informationen gespeist wird. Die Weltherschaft von Google wäre perfekt. Das alles hört sich sehr strange an und kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch so verrückt sein kann, um sich so etwas wirklich als Vision für sein Unternehmen zu wünschen. Was ist aus den Individualismus geworden? Ich entdecke immer mehr Anzeichen dafür, dass der Individualismus durch den Kollektivismus ersetzt wird. Jetzt habe ich genug über die Weltherrschaft von Google sinniert. Was denkst Du zu der ganzen Thematik?


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24 Kommentare

  1. Fireball
    1. März 2008 um 22:18 — Antworten

    Sehr schöner Artikel, vielen Dank!
    Ich selbst gehöre (leider?) auch zu den Menschen, die Google alles anvertrauen.
    Google Earth, Gmail, Analytics, …
    Aber ich persönlich glaube, in guten Händen zu sein 😉

  2. 1. März 2008 um 22:44 — Antworten

    Ja, im Moment ist noch alles in Ordnung. Ich mache mir nur Sorgen um die Zukunft.
    Vielen Dank für Deine Meinung. 🙂

  3. 2. März 2008 um 10:04 — Antworten

    Sehr schöner Beitrag und ich teile diese Bedenken mit dir. Sollte Google die kompletten Daten wirklich einmal rausgeben (müssen) sind wir alle „gläserne Menschen“.

  4. seo Forum
    3. März 2008 um 19:50 — Antworten

    Der Artikel ist wirklich gelungen. Sehr interessant finde ich, dass selbst, wenn ich nur die Google-Suchmaschine nutze, schon derartig „gläsern“ werde. Trotz allem bin ich doch sehr froh, dass es Suchmaschinen gibt, denn in meinem beruflichen Alltag benötige ich die Suchmaschine täglich.

  5. Ronny
    4. März 2008 um 18:33 — Antworten

    Das klingt alles ganz interessant und irgendwie …

    Naja, falls es so kommen sollte, wird es mich sicherlich nicht mehr betreffen… 😉

  6. 5. März 2008 um 11:26 — Antworten

    Man merkt, dass viele Anregungen für diesen Artikel aus Artikeln meines Blogs stammen (z. B. „Google arbeitet an einer Künstlichen Intelligenz“). Aber es freut mich, dass nach mir auch weitere Leute, wie Du, darüber schreiben. Ändern wird das nichts, aber hoffentlich vielen die Augen öffnen.

  7. Baynado
    5. März 2008 um 21:15 — Antworten

    Also das mit der künstlichen Intelligenz habe ich definitiv nicht von Dir. Aber Wulffy hat recht damit, dass er auch etwas ähnliches schreibt.

  8. 5. März 2008 um 21:41 — Antworten

    Darf ich Dich an Deinen Artikel http://www.baynado.de/blog/seo-im-web-20-uber-die-manipulative-macht-der-social-networks/ erinnern, in dem Du meinen Blogpost zitiert hast? Suche mal nach „künstliche Intelligenz“ in meinem Blogpost und Deinem Artikel. 😉

  9. 5. März 2008 um 22:39 — Antworten

    Nur weil Du eher darüber geschrieben hast, heißt das noch lange nicht, dass ich mir vorher schon keine Gedanken gemacht habe. 😉

  10. 5. März 2008 um 22:49 — Antworten

    Ok. Ok. Ok. – Leider hast Du noch keine sitemap.xml für Dein Gehirn angelegt, so dass Google es crawlen konnte. (Und ich somit auch…) 😉 – Schön, dass Du darüber geschrieben hast. 🙂

  11. Till
    3. September 2008 um 21:12 — Antworten

    Was ich technisch nicht ganz verstehe… woher weiß Google was ich bei Amazon oder Youtube suche/anschaue, wenn ich dabei gar nicht über Google gehe? Und selbst wenn ich über Google suche, woher weiß Google wer sich dahinter versteckt? Ich habe heute diese IP, beim nächsten Connect wieder eine andere. Ãœbermorgen hat jemand anders genau die gleiche IP wie ich Moment. Kommt Google etwa an die Verbindungsdaten des Internetanbieters?

    Sorry für die vielen Fragen, aber da sind ein paar Sachen, die ich mich interessieren würden.

  12. Baynado
    3. September 2008 um 23:15 — Antworten

    Die Lösung ist das Google Cookie. 😉

  13. luke
    1. Dezember 2008 um 03:00 — Antworten

    OMG, soviel sch**ße in nur einen Beitrag gepresst, dass das Fass gleich platzt! Wie kann man sich nur so dermaßen in so eine Vorstellung reinsteigern? Da sitzen einige der schlausten menschen der welt zusammen und gerade solche Individuuen sollten doch die Verantwortung tragen, die so eine Organisation nunmal dem einzelnen und den Massen gegenüber zu tragen hat!
    Schaut euch doch mal die Welt an wie sie JETZT ist – warum glaubt ihr gehen menschen in die politik? Ich selbst kenne Leute mit solchen „Ambitionen“ und ich schwöre die sind nur von deren eigener Machtgier getrieben. Wie lang denkt ihr überlebt da ein Querdenker der wirklich nicht bereit ist in die eigene Tasche zu arbeiten und die derer, die ihn fördern können, weil sie die Macht haben?
    Wenn ich jemandem die „Weltherrschaft“ anvertrauen müsste, obwohl ich persönlich der Meinung bin dass flache Hierarchien die besten sind – sofern es sich um denkende menschen und nicht den typischen medienzombie handelt – dann der intellektuellen oberschicht. Ungebildete Menschen sind eine Gefahr, weil jemand der sich das denken und entscheiden wann immer es geht abnehmen lässt (großteil der Weltbevölkerung) gerne bereit ist den Arm zu heben und Heil Hitler zu rufen, oder irgend etwas ähnliches, das in der Zukunft und auch heute der Fall sein wird und ist, weil es so ein tolles gefühl ist, das mit all den andern zu machen und zusammen ein großes Ziel zu verfolgen.
    Und gerade die menschen bei Google wissen, dass es genügend Leute gibt, die sich niemals kontrollieren lassen werden, weil sie ihre Verantwortung garnicht erst abgeben und selbst entscheidungen fällen, wie sie sie für richtig erachten. Genau solche menschen bilden Google.
    Und jetzt stellt euch vor ein geldgeiler konzern wie Microsoft würde deren Imperium besitzen… Goolge ist fortschrittlich und es macht auf mich den eindruck sehr Human zu sein – dass es geld verdient, und sich der methoden bedient mit denen man nunmal geld im netz macht, ist doch klar oder? Oder werden hier nicht auch anzeigen geschaltet die möglichst zum inhalt passen, damit die zielgruppe hier, draufklickt und die betreiber geld damit verdienen?
    Für den Fall, dass es nicht der Fall ist: SCHALTE DEIN HIRN EIN!

    PS wenn diese seite aus dem index genommen wird, ist das verdient. Müll kann ich mir auch ausdenken.

  14. 1. Dezember 2008 um 09:30 — Antworten

    Hey Luke,

    Du findest es also besser sämtliche Entscheidungen einer Wissenselite zu überlassen?
    Was bedeutet Dir Demokratie?

    Zitat: „Goolge ist fortschrittlich und es macht auf mich den eindruck sehr Human zu sein“

    Und deswegen pfeifen sie auf die Menschenrechte in China. Google ist genauso ein Unternehmen, wie jedes andere auch und auf den Profit ausgelget. Den Nimbus hip und fortschrittlich zu sein, haben sie spätestens nach dem Gang an die Börse abgelegt.

    Ich vermute mal, dass Du selber in Lohn und Brot der Suchmaschine stehst.
    Ich finde Googles Dieste nicht schlecht, ich habe nur ein Problem damit, dass mit zunehmneder Macht dieses Untenrnehmens, es keine demokratische Kontrolle gibt.

    Ich finde es schade, dass Du nicht bereit bist sachlich zu bleiben und mir indirket als einen Dummkopf bezichtigst. Meine Thesen kann ich nicht alle untermauern, das stimmt wohl. Aber sind die so komplett weltfremd?

  15. 19. Mai 2009 um 17:00 — Antworten

    Gefährlicher – oder gar geänstigender – sind Googles Bemühungen ins DNA-Business einzusteigen. Frau Ann Wojcicki ist die Frau von Sergej Brin (einer der beiden Google-Gründer) und ist eine der beiden Direktorinnen der Gen-Firma 23andMe. Für 700 EUR kann man hier einen DNA-Test ordern um Krankheits-Prädispositionen abzuchecken und seinen genetischen Code mit anderen zu vergleichen. Die zweite 23andMe-Chefin, Linda Avey, soll laut Internet Intern angemerkt haben, dass sie sich gut vorstellen könnte, dass Internetnutzer künftig ihr DNA-Profil in soziale Netzwerke einbauen könnten und sich Menschen auf diese Art und Weise kennenlernen. Und nun stellen Sie sich mal vor, solche Tests würden immer günstiger und für jedermann erschwinglich. Gilt es künftig zu befürchten, dass der gesellschaftliche Druck es verlangt sich einen Genabdruck anfertigen zu lassen? Gar vielleicht um für einen Arbeitsplatz geeignet zu sein? Oder klingt das zu utopisch? Dazu auch noch einen Artikel: http://www.chiliconcharme.de/index.php/webivsersum/4-google-und-der-datenschutz.html

  16. 19. Mai 2009 um 20:13 — Antworten

    Schöne Artikel über Google & Datenschutz bei @ChiliConCharme http://redir.ec/chilli-con-google und @baynado http://redir.ec/baynado-google

  17. freddy
    24. Mai 2011 um 00:26 — Antworten

    ich hab über google diesen beitrag gefunden.

  18. 13. Juni 2011 um 15:17 — Antworten

    Google weiß nur das, was wir in netz stellen und öffentlich machen viel beängstigender finde ich da Facebook. In Facebooks AGB steht das sie gelegentlich Daten mit Dritten austauschen. Ich wette in den politischen Konflikten der Zukunft spielt das Web ein große Rolle. Das schlimme ist, was Google über un weiß das wissen Alle.

  19. 1 von 1000
    25. Oktober 2012 um 22:51 — Antworten

    Es wäre besser im Kollektiv zusammenzuarbeiten als gegeneinander zu sein.
    Millionen von Menschen (ein Geist ein Gedanke).Was der eine nicht weiß, weiß
    der Andere usw.
    Die Borg sind das lohnende Beispiel.
    Das Borgbewußtsein ist unsere Zukunft.

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