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SEO im Web 2.0 über die manipulative Macht der Social Networks

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Wulfy´s Hilfe Blog hat einen fabelhaften Artikel über SEO im Web 2.0 geschrieben. Er vertritt dort die Ansicht, dass sich Google in eine Suchmaschine mit manipulierten Meinungen umwandeln wird und der Kampf gegen Spam so sehr zunehmen wird, dass vergleichsweise der Linkhandel nur eine kleines Problem darstellt.

Dem Artikel zufolge soll der Google Algorithmus durch einen menschlichen ersetzt bzw. erweitert werden, in der Hoffnung, dass dieser weniger manipultiert werden kann. Zumindest habe ich das so verstanden. Dies soll durch die Hilfe der Blogger und Social Communitys geschehen. Internetseiten wie digg.com oder yigg.de sollen hierbei im Vordergrund stehen. Dardurch kann Google erfahren was für Menschen wichtig und relevant ist.

Manipulationen ohne Grenzen

Wenn wirklich so viel Wert auf die Meinung der Social Medias wertgelegt wird, bietet diese Vorgehensweise der Manipulation der Meinungen keine Grenzen. So gesehen ist es verständlich, dass Google auch gegen käufliche Blogger vorgeht. Google möchte also qualitativ höherwertige Suchergebnisse auf Kosten aller Menschen liefern und daran selber verdienen.

Blogosphäre

Bildquelle: found_drama

Mit ein wenig Verständnis vom Networking kann ein gewiefter SEO dieses Wissen für sich nutzen. So wären eigene undercover Communitys die man aufbaut denkbar. Der eigene Freundeskreis unterstützt einem gerne, und man unterstützt selbstverständlich zurück. Das macht eben auch eine Freundschaft aus. 😉

Auch das Kaufen von Stimmen wäre hier denkbar und wird bereist in den USA schon im groŸen Stil betrieben. Networking Events sind in der Geschäftswelt gang und gebe, nun könnten Web 2.O SEOs Voteparties veranstalten, bei denen man sich vernetzt und abspricht. Ich frage mich wie man so etwas als Suchmaschine jemals entdecken möchte. Durch Undercover-Spione außerhalb des Cyberspace?

Diejenigen die dieses Wissen nicht nutzen bleiben auf der Strecke und wundern sich, warum ihre ach so tolle Website mit Super Unique Content nicht mehr gefunden wird. Die Social Medias bekommen die Macht über die Meinungen und Meinungen werden irgendwan zu wissen. Denn hier bestimmen Menschen was ihnen wichtig ist, und Menschen sind sehr leicht zu manipulieren. An dieser Stelle möchte ich dem interessierten Leser die Lektüre des Buches von dem französischen Arzt und Soziologen,‚ Gustave Le Bon „Psychologie der Massen„, ans Herz Legen.

Die Social Community die gegen Absprachen vorgeht (SMO Spam), führt sich selbst ad absurdum, da es ja gerade der Sinn einer Community ist, sich zu vernetzen und gegenseitg zu unterstützen. Auch hier gibt es ein Dilemma aus den man nicht mehr so einfach heraus kommt. Was in den FAZ Artikel als Open Social bezeichnet wird, belegt die Aussage der zunehmenden Relvanz von Sozialen Netzwerken für Google. Die großen Social Networks wie myspace oder facebook, bleiben jedoch ausgeschlossen. Man kann also mit gutem gewissen behaupten, das Google ähnlich wie Microsoft damals mit dem IE, einen neuen Geschäftszweig entdeckt hat, und unliebsame Konkurrenten kalt stellen möchte. Don´t be Evil.

Nachtrag: myspace gehört nun auch zur Google Open Social allianz. Einen Interessanten Artikel zu der Thematik hat der Spiegel

Social Networks die beim Open Social Projekt mitmachen:

Linkedin.com
Ning.com
hi5.com
plaxo.com
friendster.com
viadeo.com

Aber was könnte der strategische Hintergedanke von Google sein? Möchte man dort eine künstlicher Intelligenz erschaffen, die von dem Verhalten anderer lernt? Diese Künstliche Intelligenz könnte letztendlich bei entsprechenden Reifegrad den menschlichen Geist übertreffen. Das ganze erinnert mich an den Film „Colossus: The Forbin Project“ von 1969. In diesem Science-Fiction Film strebt ein globalvernetzter Supercomputer die Weltherrschaft zum wohle der Menscheit an.

Ich habe noch keine abschließende Meinung zu dieser Entwicklung. Auf der einen Seite finde ich es gut, denn hier kann auch eine Verbund von „einfachen“ Menschen ohne Programmierkenntnisse, die öffentliche Meinung stärker beeinflussen, auf der anderen Seite kenne ich die Gefahren, die durch manipulierte Menschen entstehen können.

Letzendlich ist es eine Entwicklung, die uns noch länger begleiten wird, und bei der man als Einzelner nur einen sehr geringen Einfluss hat. Eine umfassende Theorie zum Metamenschen sollte angedacht und entwickelt werden. Bisher habe ich nur einen PM Artikel zu diesem Thema gefunden. Aktuell beschäftige ich mich intensiver mit Themen zum viralen Marketing und lese das Buch der Tipping Point. „Malcolm Gladwell untersucht jenen magischen Moment, der eine modische oder soziale Lawine lostritt – den »Tipping Point«. Gladwells Ideenfeuerwerk zeigt auch, wie wenig Aufwand zu einem Mega-Erfolg führen kann. “ Ich verspreche mir viele neue Erkentnisse durch das Buch für die SMO.

Welche Meinung oder Erkenntnisse hast Du zu dem Thema? Lass es mich in Form eines Kommentars wissen. 🙂

P.S.: Die hier gesetzten Links wurden nicht gekauft, oder sonst wie ergaunert. ;-)


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11 Kommentare

  1. 1. November 2007 um 20:12 — Antworten

    Sehr gut, Baynado! – Vielen Dank für die Unterstützung. Unterstützung erhielt ich heute auch von Google, die myspace kaufen werden, so wie es aussieht. Und wenn es verkündet ist, findet es auch statt. Genauso, wie ich vermutet und in meiner Post geschrieben hatte. Google benötigt Userverhalten aus Social Networks, und zwar sehr dringend. Andernfalls…

  2. 1. November 2007 um 20:56 — Antworten

    Ist das nicht ein Analysebild von einem del.icio.us account? Da gabs doch diese Seite…
    Zum Thema viral gibts auch was auf marke-x, inkl. buch.

    Das google seine Position nutzt, um sein nicht so fittes social network wieder auf die Sprünge hilft ist ja verständlich, zumal durch facebook und co ja auch konkurrenz auf googles anderen Märkten wie Kommunikation entsteht.

  3. 1. November 2007 um 21:04 — Antworten

    Norman, ich freue mich wahnsinnig darüber, Google dabei zu unterstützen, Social Networks auf die Sprünge zu helfen. Ich denke, dass Social Networks bald so richtig viel zu tun haben werden. Soviele neue Mitglieder in kurzer Zeit müssen erst einmal integriert werden… *ggg*

  4. 1. November 2007 um 22:04 — Antworten

    richtigerweise muss der Mensch die Grundlage für die grö߸tmögliche Relevanz sein. Google geht hier einen logischen Schritt. Wobei ich die Unterschiede zw. Web1.0 und 2.0 nicht verstehe. Im Grunde geht es doch nur um die Content-Erneuerungsfrequenz. Ich glaube aber nicht das Web 1.0 – Projekte von G. abgeschrieben werden.

  5. 2. November 2007 um 12:30 — Antworten

    Google hat eben einfach nur kapiert wie sie bei diesem Trend mitspielen können.. und das war eben die einzige Möglichkeit….?!

  6. 2. Februar 2009 um 12:54 — Antworten

    Interessanter Beitrag, mal sehen wohin sich die Social Networks bewegen werden. Google hat sich mal wieder als dominierende Kraft im Netz durchgesetzt.

  7. 13. April 2011 um 14:39 — Antworten

    ich lese diesen alten „scheiß“ hin und wieder total gern.
    schon witzig und interessant wo wir heute – über dreieinhalb jahre später – stehen.

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