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Mein Samsung Galaxy S7 Edge + Gear VR

Meine ersten Erfahrungen in Virtual Reality

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Samsung Galaxy S7 Edge + Gear VR
Foto: Mein Samsung Galaxy S7 Edge + Gear VR

Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer des Samsung Galaxy S7 Edge und der Gear VR Brille. Letztere gab es als Zugabe dazu, wenn man das Smartphone bis zum 28.03.2016  gekauft hat.  Dieses Smartphone in Kombination mit der Gear VR-Brille hat das Zeug ein „Game Changer“ im Mobile Device Markt zu sein!

Der Samsung  Claim „Rethink what a phone can do“ trifft es auf den Punkt. Eigentlich war ich den neuen Samsung Smartphones eher abgeneigt. Wieder einmal ein kleines Technikwunder, das nach dem Motto größer, schneller, und teurer angepriesen wird. Wozu brauche ich so viel Rechenleistung und so eine hohe Auflösung auf einem Smartphone, dachte ich mir. Aber als das neue S7 Edge mit der VR-Brille in Barcelona vorgestellt wurde, änderte ich meine Ansicht radikal.

Ich musste mir jetzt unbedingt dieses neue Smartphone bestellen, damit ich noch die Gear VR Brille umsonst bekomme. Wer das Samsung Galaxy S7 / S7 Edge bis zum 28.03.2016 bestellt, bekommt nämlich diese kostenlos dazu.

Virtual Reality wird der Hype 2016

Denn jetzt gibt es eine echten Mehrwert für mehr Rechenleistung, höherer Auflösung und schnelleren Prozessor. Die Simulation von virtuellen 3D Welten ist nun mal rechenintensiv und 360 Grad Videos brauchen nun mal mehr Pixel. Als ich im TV gesehen habe, wie hunderte dieses Smartphone quasi als mobiler Oculus Rift Ersatz nutzen, machte es bei mir klick.  Als ich dann das erste mal die VR Brille  mit dem Samsung Galaxy S7 Edge getestet hatte, ergab für mich auch die Bestrebungen von Facbook einen Sinn  mehr Videos in sein Angebot zu fördern.

Technische Daten Samsung Galaxy S-Klasse im Vergleich

Samsung Galaxy S7 Edge Seitenansicht
Foto: Samsung Galaxy S7 Edge in der Seitenansicht
Samsung Galaxy S7 Edge Rückseite
Foto: Die Rückseite des Samsung Galaxy S7 Edge
Samsung Galaxy S7Samsung Galaxy S7 EdgeSamsung Galaxy S6Samsung Galaxy S6 Edge
Display5,1 Zoll5,5 Zoll5,1 Zoll5,1 Zoll
Auflösung2560x14402560x14402560x14402560x1440
Speicherplatz32 GB (erweiterbar), 64 GB*32 GB (erweiterbar), 64 GB*32, 64, 128 GB32, 64, 128 GB
RAM4 GB4 GB3 GB3 GB
ProzessorExynos Octa Core 8890Exynos Octa Core 8890Exynos Octa Core 7420Exynos Octa Core 7420
Taktfrequenz4x2,3 GHz + 4x1,6 GHz4x2,3 GHz + 4x1,6 GHz4x2,1 GHz + 4x1,5 GHz4x2,1 GHz + 4x1,5 GHz
Abmessungen142,4x69,6x7,9 mm150,9x72,6x7,7 mm143,4x70,5x6,8 mm142,1x70,1x7 mm
Gewicht152 g157 g138 g132 g
Kamera12 Megapixel12 Megapixel16 Megapixel16 Megapixel
Frontkamera5 Megapixel5 Megapixel5 Megapixel5 Megapixel
Videoaufnahme4K4K4K4K
BlitzLEDLEDLEDLED
Akku3.000 mAh3.600 mAh2.550 mAh2.550 mAh
UVP beim Erscheinen699 Euro799 Euro699 Euro850 Euro

Die technischen Daten sprechen für sich. Ich war schon bei dem S6 Edge skeptisch was die Bedienbarkeit betrifft. Diese abgerundeten Displaykanten bieten bis jetzt für mich keinen Mehrwert und stören mich bei der Navigation. Zu oft komme ich mit meinen Fingern an die Ränder und löse damit eine ungewollte Reaktion aus. Mein nächstes Smartphone wird definitiv kein Edge-Display mehr haben. Ansonsten macht das Smartphone einen sehr guten Eindruck.

Wer sich wundet warum die Klinkensteckdose für die Kopfhörer auf der Unterseite des Smartphones befindet, sollte Bedenken, dass dieses Smartphone nicht nur irgendein weiteres Handy ist Die Buchse befindet sich deshalb an der Unterseite, weil es ja auch in der VR-Brille genutzt wird. Das Samsung Galaxy S7 kann nur in eine Richtung eingelegt werden und die Brille hat eine spezielle Einkerbung auf der rechten Seite, sodass man die Kopfhörer Problemlos nutzen kann. Sicherlich hätte man diese auch auf de anderen Site der Brille fertigen können, aber da alle Bedienungselemente der VR-Brille sich auf de rechten Seite befinden, war dies der Usability geschuldet.

Die Samsung Gear VR Brille

Wir werden in den nächsten Jahren immer mehr Smartphones sehen, die auch als Display für eine VR-Brille dienen. In Kombination mit weiteren Eingabegeräten hat diese Technologie das potenzial auch Notebooks und Spielekonsolen zu verdrängen. Den eines der Hauptnachteile gegenüber der „klassischen“ Hardware war die Bildschirmgröße. Diese wird jetzt hier ironischerweise zum Hauptvorteil. Denn die gefühlte Bildschirmdiagonale in einer VR Brille reicht vom 1 Meter bis zu mehreren Metern im Kinoformat. Außerdem hängt das 3D Filmerlebnis nicht mehr von der Hardware ab, sondern nur noch beim Contentanbieter. Es muss aber auch nicht jeder Inhalt in 3D daherkommen, allein die Möglichkeit einer 360° Ansicht ist schon ein riesen Gimmick für sich und bewirkt, dass man sich noch mehr in der Handlung hineinversetzt.

Was sich auf jeden Fall noch verbessern muss, ist die Auflösung der Fotos und der Videos, mit 1080p ist es dann nicht mehr getan. Das wirkt dann wieder unscharf. Zudem muss sich die Auflösung auf den Smartphone Display noch weiter erhöhen. Durch die Samsung Gear VR kann ich  einzelne Farbpixel sehen, das ist dann wieder unschön.

Mein Eindruck von der Bedinbarkeit der Gear VR

Samsung Gear VR Brille Frontseite.
Foto: Die Frontseite von der Samsung Gear VR Brille.
Samsung Gear VR Brille Rückseite
Foto: Die Samsung Gear VR Brille von der Rückseite. Zwischen den beiden Linsen befindet sich ein Sensor der misst, ob die Brille aufgesetzt oder abgesetzt ist.

Gut zwei Wochen später habe ich zu meinem Smartphone die Gear VR per Post zugesendet bekommen. Das änderte mein Verständnis von einem Smartphone komplett. Wenn man zum ersten mal das Samsung Galaxy S7 Edge in die Brille einlegt, wird man aufgefordert das Smartphone wieder heraus zu nehmen und sich diverse Apps zu der Gear VR herunterzuladen. Nach relativ kurzer Zeit kann man dann loslegen. Das erste Mal war für mich ein echtes Wow-Erlebnis.

Samsung Gear VR Brille Bedienelemente
Foto: Die Bedienelemente der Samsung Gear VR Brille mit Touchpad, Backbutton und Lautstärkeregler

Nach einer kurzen Einführungsvideo wird einem erklärt, wie man mit der Gear VR navigieren kann, Das ging erstaunlich einfach. An der Seite befindet sich ein Touchpad mit Navigationskreuz, wie man es von Gamepad her kennt und ein Back-Button.

Samsung Gear VR Brille von oben
Foto: Samsung Gear VR Brille von oben

Die Bildschirmschärfe wird über das kleines Rädchen in der Mitte von der Oberseite der Brille reguliert. Meine Schwiegermutter, die zu der Generation Silversurfer gehört und eine ausgeprägter Sehschwäche hat, konnte hier die Bildschärfe (ohne Sehhilfe) für sich einstellen und war erstaunt, wie scharf die VR-Brille ihr alles darstellte.

Zudem nutze ich jetzt viel intensiver auch die Sprachsuche um Eingaben zu tätigen, auch das klappt erstaunlich gut. Wenn die Spracherkennung nicht richtig funktioniert, kann ich aber auch nicht auf einer Bildschirmtastatur zurückgreifen, wie man sie auch von Smartphones her kennt. Nur dass man hier nicht die Auswahl mit den Fingern trifft, sondern mit Kopfbewegungen. Denn ein Fadenkreuz zeigt dann an, welchen Buchstaben man ausgewählt hat. Ich muss dann nur noch die Eingabe per Fingertipp bestätigen. Das geht für mich sogar noch schneller, als die Eingabe am Smartphone per Finger!

Abtauchen in die Virtuelle Realität

Jetzt wo ich gelernt hatte mit der VR-Brille zu navigieren, wollt eich unbedingt ein erstes Video anschauen. Samsung hat für den Nutzer einen virtuelles Wohnzimmer der Extraklasse gestaltet. Im Raum schwebt ein Auswahl an Apps, die man starten kann. Ich wählte als erstes die 360° Fotos App aus und wurde binnen Sekunden nach Paris zum Sacre Coeuer gebeamt. Danach ging es weiter zum Arc de Triumph zum Eifelturm und weiteren Sehenswürdigkeiten in Paris. Die Bilder waren von sehr guter Qualität und man konnte alle Details erkennen.  Mit Bildern oder Screenshots lässt sich diese Erfahrung nur sehr schwer vermitteln am nahsten kommt noch die Google Streetview Ansicht. Aber diese Google Streetview Ansicht, die wir auf dem PC Bildschirm haben, ist nichts im Vergleich  zu der Ansicht mit einer VR-Brille.

Nach meinen Paris Trip per VR Brille wurde es zeit für ein echtes 360° Video.  Ich starte also die App für 360° Videos und wählte als erstes mit ein Facebook Video aus das von Go Pro erstellt wurde. Es zeigte Surfer die auf einer Welle reiteten. Das Video kannte ich schon vorher und hatte es vor Wochen durch ein Postign von Mark Zuckerberg entdeckt. Damals wirkte es schon am Bildschirm großartig.

GoPro VR: Tahiti Surf with Anthony Walsh and Matahi Drollet

Das Video hie rauf meiner Website wirkt aber um ein vielfaches besser per Samsung Gear VR Brille. Man taucht direkt mit den Surfen ins Meer ab und reitet auf den Wellen mit. Mir wurde sogar ein wenig schwindelig so real wirkte es. Mein Tochter (7) hatte mich dabei beobachtet und wollte es dann auch mal unbedingt versuchen.

Ihr Reaktionen sprachen Bände. „Wow, das ist ja sooo cool“, schrie sie. Gerade Kinder haben einen vielleicht noch viel direkteren Bezug oder Drang in  Fantasiewelten abzutauchen. Früher hingen die Kinder (mich mit eingeschlossen) vor dem TV und wollten am liebsten in die Zeichentrickfilme hineinspringen und wurden von den Eltern ermahnt nicht zu nah an den TV zu gehen. Jetzt tragen wir den Bildschirm direkt vor unseren Augen mit nur ein paar Zentimetern Abstand und alles ist gut. Ein Kindertraum wird mit den der Gear VR endlich war.

Virtual Reality: Neue Chancen für das Onlinemarketing

Nun bin ich nicht nur technikbegeisterter Internet Enthusiast, sondern habe auf diese Technologien auch meinen eigenen Blick für das Geschäft. Die Kombination Smartphone und VR-Brille birgt eine der Art disruptives Potenzial, dass es nur sehr schwer ist hier alle Aspekte in nur einen Blogpost unter zu bringen.

Wie ich oben schon angedeutet habe, da könnten Smartphone in Verbund mit der einer VR Brille und einer weiteren Eingabegeräten, wie z. B. Maus und Tastatur. Den Markt für Notebooks und Tablet-PC erodieren. Diese Geräte wird es sicherlich noch länger geben, aber der Marktanteil wird deutlich schrumpfen. Als Webdesigner haben wir immer wieder bei der Erstellung auf die Responsivität der Webdesigns hingewiesen. Dieser Trend wird demnächst auslaufen, bzw. Responsivität im Sinne von schlanker Navigation und Darstellung der Inhalte, wird weniger wichtig werden.

Über eine VR-Brille wirkt die Ansicht einer Website so groß wie eine Wand. Wieso dann noch bei der Darstellung de Inhalte sparen? Zumindest sollten die Browser erkennen, ob man per VR-Brille surft oder ob man sich eine Website direkt auf dem Smartphone anschaut. Aktuell erhält man trotz ausreichend Platz und Bildschirmauflösung eine mobile Ansicht in der VR-Brille. Das ist suboptimal. Es gibt genügend Platz für die klassische Dekstopansicht und noch darüber hinaus!

Aber auch das ist eigentlich noch viel zu kurz gedacht. Wieso sollte ein Webauftritt noch zweidimensional sein?  Per VR-Brille wäre theoretisch auch 360° / 3D Shopping möglich, was einem klassischen Einkaufserlebnis in einem Einkaufszentrum doch sehr nahe kommt. Allerdings mit den zusätzlichen Vorteilen des Onlineshoppings. 24/ Öffnungzeiten, kein Einkaufsstress durch Gedränge und kein nerviges Parkplatz suchen. AL s nächstes wird es wie bei der Xbox 360 Kinect, Sensoren im Haushalt geben, die unsere Position im Raum messen und dann im virtuellen Raum widerspiegeln. Der virtuelle Rundgang um ein 3D-Objekt wird dann auch möglich werden.

Die Facebook Tochter Oculus arbeitet schon jetzt an einer Plattform, die sowas in naher Zukunft ermöglicht. Über das Oculus Delveloper Center kann im Prinzip jeder seine App einreichen und die neuen Chancen der virtuellen Realität für sich nutzen. Wächst hier ein neuer Onlineshopping-Standard heran? Was hat eigentlich Google oder Amazon auf dem Gebiet zu bieten? Ich denke, es wird jetzt erst richtig spannend. Die Onlinemarketingwelt muss sich stärker mit Aspekten des klassischen Marketings und Vertriebs auseinandersetzen. Die klassischen Felder haben ein riesen Know-how, wie man Shoppingwelten in der realen dreidimensionalen Welt baut. Diese Erfahrung haben Onlinemarketer meist nicht.

Mein Fazit

Wer ohnehin ein neues Smartphone benötigt, sollte sich ein Samsung Galaxy S7 kaufen. Auf jeden Fall sollte auch die Samsung Gear VR mit als Zubehör gekauft werden. Die VR-Brille soll im Handel ca. 100 € kosten. Sie ist auf jeden Fall jeden einzelnen Cent wert und wird Eure Ansicht, was ein Smartphone alles kann komplett verändern.

Samsung Gear 360 mit Galaxy S7 Edge
Foto: Samsung Gear 360 mit Galaxy S7 Edge | Bidlquelle: Samsung  (CC BY-NC-SA 2.0)

Ich selber bin schon auf die 360° Kamera von Samsung gespannt, die unter den Namen 360 Gear angeboten wird. Die Gear 360 hat 2 Fisheye Linsen und kann so Rundumaufnahmen in Bild und Video tätigen. Die Gear 360 hat eine Auflösung von 3840 x 1920 Pixel bei 30 fps im Videomodus. Für Hobbyaufnahmen sollte diese Auflösungreichen.

Leider ist noch kein Preis dafür bekannt. Sie wäre die perfekte Ergänzung zu meinem Set. Denn im Moment fehlt es noch so richtig an 360° Content auf der Oculus / Facebook Videoplattform. Das könnte sich mit einem Endverraucherfreundlichen Preis für die Gear 360 dramatisch ändern. Spekulationen im Netz gehen von einem Preis von nur 99 € aus. Das wäre echt der Hammer, wenn dem so wäre!


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