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Mit Google seine Gene googlen

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Nun ist‚ war geworden, was ich vor fast zwei Jahren prophezeit habe, Google Genetics. Sergey Brins Frau, Anne Wojcicki, hat einen Dienst im Internet gestartet, der jedem Menschen einen eigenen privaten DNA Test ermöglicht. Auf 23andme.com kann jeder seine ‚ Gene testen lassen. Die Verbindung zu Google ist für den Laien nicht direkt einsehbar, denn nicht jeder Wei߸, dass Anne Wojcicki die Frau vom Google Mitbegründer Sergey Brin ist.

Ich finde diese Entwicklung ein wenig bedrückend und zugleich Interessant. Ich würde auch gerne wissen mit welchen Fähigkeiten mich meine Gene ausgestattet haben. Ich frage mich nur, ob es sinnvoll ist einem amerikanischen Unternehmen mit einer derart engen Verbindung zu Google sein Erbgut anzuvertrauen?

Irgendwie ist es doch wie der Gang zu einem Hellseher, der einem den Tod vorraussagt. Nur das man hier versucht die Prognosen über die eigene Zukunft wissenschaftlich zu untermauern. Ich warne davor derartige Genprognosen für bare Münze zu nehmen, schließlich ist es der Wissenschaft noch nicht gelungen die Beziehungen der Gene auf unser alltägliches Leben zu deuten. Unsere Gesundheit ist auch zum Großteil‚ verhaltensbedingt und nicht auf einem genetischen Ursprung zurück zu führen. Ausserdem sollte man bedenken das man hier einen besonderen Teil des eigenen Selbst einem Unternehmen anvertraut und nicht irgendeiner Organisation‚  die aus altruistischen selbstzweck operiert.

Auch wenn man mir‚  mehrmals versichern würde, dass meine Genanalysen vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben werden, wäre ich skeptisch. Gesetzte und Verhaltensweisen sind nicht für die Ewigkeit gedacht und gemacht, daher ziehe ich es vor mein intimstes Gut für mich zu behalten.

Irgendetwas scheint sich bei den Menschen und in der Gesellschaft zu verändern. Früher musste erst ein Kinderschänder dafür sorgen, damit sich ganze Massen genetisch screenen lassen, heute reicht die eigene Neugier aus um sich selbst zu offenbaren. Das finde ich sehr bemerkenswert. Die große Gefahr besteht, dass Unternehmen wie Versicherungen diese hoch sensiblen Daten auswerten und für sich nutzen. Dann wird es irgendwann mal unmöglich sein einen Krankenversicherungstarif ohne genetischen Nachweis zu berechnen.

Sollte man doch irgendeinen Makel an sich haben, könnte man ihn dann durch eine passende Gentherapie beseitigen?‚  Wer würde die Kosten dafür übernehmen? Wer kann die Folgen einer solchen Therapie vorraussehen? Die Genetik ist ein Feld dass sehr viele ethische und wirtschaftliche Fragen aufwirft. In diesem Fall ,hier 23andme, kommt noch erschwerend hinzu, dass hier hinter eine Informationskonzern steckt, der auch alle anderen Privatendaten seiner Nutzersammelt und diese Verknüpft, die Geninformationen wären ein wichtiger weiterer Baustein zur totalen Kontrolle der Menscheit.

Mich interessiert, wie ihr da draußen über diese Thematik denkt? Bitte‚ hinterlasst doch eine Kommentar, wenn ihr auch eine eigene Meinung habt und keine „Ja und Amen sager“, seid.‚

Inspiriert durch: Mit den Genen googlen


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7 Kommentare

  1. Marvin
    22. Januar 2008 um 21:54 — Antworten

    Dagegen! Mit oder ohne Google! Einem kommerziellen Service seine Gene anzuvertrauen sollte sich jedem verbieten. Selbst wenn die Gründungsebene nichts mit Google zu tun hätte, bestünde immer die Möglichkeit, dass Google das Unternehmen einfach kauft. Auch wenn sich Klone (Achtung, Wortwitz!) dieses Dienstes finden lassen sollten: Auf keinen Fall! Nicht, solange man es nicht muss.

  2. 23. Januar 2008 um 04:02 — Antworten

    „Klone (Achtung, Wortwitz!) dieses Dienstes“ klingt zwar super, aber ohne die Unterbrechung währ der Witz sogar witzig gewesen =)

    Ansonsten muss ich gestehen, bis eben gerade währe mir bei dem Namen Wojcicki auch nicht gerade Google eingefallen…

    Aber mal davon abgesehen – ich würd das eh nicht machen, am Ende erfährt man doch nur Mist und versaut sich deswegen dann das Leben… pff besser wirds davon ja auch nicht…

  3. Plissee
    23. Januar 2008 um 08:07 — Antworten

    Wie genau soll das eigentlich mit den Genen funktionieren? Wenn man da mitmacht, soll man denen da etwas Rückenmark senden, und die bestimmen die Gene für dich?
    Und zum Thema massenhafte Datensammlung habe ich noch folgendes zu sagen: Auch wenn Google und Co niemals die Daten preisgeben will, lasst das doch mal durch einen richterlichen Beschluss möglich werden. Oder lasst doch mal die Daten an einer undichten Stelle durchsickern. Personalisierte Werbung gibt es ja schon. Wie wäre es mit „Wir haben Ihre Gene in unserer Datenbank aufgenommen. Möchten Sie nicht schon jetzt Geld für Ihre wahrscheinlichge Krebsbehandlung in Zukunft bei unserer Bank ansparen?“

  4. 23. Januar 2008 um 10:45 — Antworten

    Im Handelsblattartikel ist die Rede von Speichelproben, die man dort einsendet. Ähnlich wie beim Volksscreening die man veranstaltet um Kinderschänder und Vergewaltiger zu identifizieren.

  5. 28. Januar 2008 um 08:37 — Antworten

    Hallo,

    das ist doch der Wahnsinn, was G. schon anbietet, aber lasst mal 10-20 Jahre vergehen und es wird dann ganz normales Ding. Das ist doch die Richtung, die G. einschlagen möchte, daher auch der Spruch, der Google vergleichbar mit Gott machen soll. Nicht nur eine einfache Suchmaschine, sondern alles was man diese Suchmaschine abfragt, muss sie sie wissen. Das könnte durchaus bei diesem Internet-Entwicklungsthempo und einer weitgehenden positiven Entwicklung der Technik und des Internets in 50-100 Jahren geschehen.

    Ich tippe darauf, dass es schon früher soweit ist und Klone wird es dann womöglich auch geben. Fakt ist ja, dass die Menschheit ewig leben will, und mit der kompletten Entschlüsselung der Gene, ist man diesem Ziel auf einem guten Weg entgegen.

    Gentechnologie und Nanotechnologie könnten unter solchen Bedingungen locker Vorreiter auf dem Entwicklungsmarkt werden, zumindest wird das seitens kluger Wissenschaftler prophezeiht.

    Gruss Alex…

  6. 28. Januar 2008 um 17:33 — Antworten

    Man könnte auch behaupten, dass der Text nicht gelesen werden soll. Frei nach dem Motto: “Hiermit verpflichten Sie sich zur Abnahme von 12 Kühlschränken, 3 Waschmaschinen, 67 Toastern …”

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